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Mönchengladbach: Ehrlicher Finder gibt Geldbörse bei Polizei ab

Tolle Aktion in Mönchengladbach : Ehrlicher Finder gibt Geldbörse mit 600 Euro bei Polizei ab

Der Mann, der sein Portemonnaie im Bunten Garten in Mönchengladbach verloren hatte, glaubte eigentlich nicht daran, dass er dieses zurückbekommen würde. Trotzdem rief er bei der Polizei an. Es ist nicht der erste Fall dieser Art in der Stadt.

Es gibt sie noch, die ehrlichen Finder: Ein 69-Jähriger hat am Donnerstag, 26. Mai, am Bunten Garten ein Portemonnaie mit über 600 Euro entdeckt und es bei der Polizei abgegeben.

Der Inhalt der Geldbörse bot den Polizisten zunächst keinen Aufschluss über die Identität ihres Eigentümers, da kein Ausweisdokument oder sonst etwas mit einem Namen darauf darin war. Doch wenig später am selben Tag meldete sich telefonisch ein Mann bei der Polizei, der seine Geldbörse verloren hatte und eigentlich wenig Hoffnung hatte, sein Portemonnaie zurückzubekommen.

Anhand der genauen Beschreibung, was sich in seiner Geldbörse befunden hatte und wo sie ihm abhandengekommen sein musste, konnte die Polizei zweifelsfrei feststellen, dass es sich bei der zuvor abgegeben Brieftasche um jene des Anrufers handelte.

Dieser, so teilte die Polizei mit, konnte sein Glück kaum fassen und freute sich darüber, dass es noch so ehrliche Menschen wie den 69-jährigen Finder gibt.

Aber es gibt noch mehr Beispiele von ehrlichen Findern in Mönchengladbach. Im November 2011 etwa fand eine Putzfrau in einem Hotelzimmer eine herrenlose Tasche mit 40.000 Euro. Sie zögerte nicht und gab das Geld sofort an der Rezeption ab, die wiederum die Polizei informierte. Es stellte sich heraus, dass ein 36-jähriger Deutsch-Türke das Geld, mit dem eine Hochzeitsfeier finanziert werden sollte, vergessen hatte. Er war so glücklich über die ehrliche Putzfrau, dass er sie mit einem üppigen Finderlohn bedachte.

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Wenig später, kurz vor Weihnachten, entdeckte ein Mann auf einem Parkplatz eine Tasche, die bis oben hin voll war mit liebevoll eingepackten Geschenken, an denen Anhänger mit Vornamen hingen. Auch dieser Fund wurde zur Polizei gebracht. Mit akribischer Puzzlearbeit fanden die Beamten eine Anschrift heraus, die möglicherweise den Besitzern der Tüte gehören könnte. Sie klingelten an der Adresse und ein Mann öffnete. Sie fragten ihn nach den Vornamen, die auf den Anhängern standen, und es stellte sich heraus, dass es sich um seine Nichten und Neffen handelte. Die Sorge, dass ihnen etwas passiert sein könnte, konnten die Polizisten dem Mann schnell nehmen. Stattdessen fragten sie ihn, ob es möglich sei, dass seine Schwester eine Tüte voller Weihnachtsgeschenke auf einen Parkplatz habe stehen lassen. Antwort des Mannes: „Ja, das ist meine Schwester. Vor vier Wochen hat sie eine 1200 Euro teure Kamera auf einem Parkplatz vergessen. Aber auch die hat sie zurückbekommen.“

(gap)