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Mönchengladbach: Chlorgas-Einsatz der Feuerwehr nach Starkregen und Tief Xero

Feuerwehr in Mönchengladbach : Nach Starkregen: Chlorgas-Einsatz in Neuwerk

Eigentlich waren die Folgen des Sturmtiefs Xero in Mönchengladbach überschaubar. Aber in einem Keller in Neuwerk wurde durch den Regen Chlorgas freigesetzt – ein komplizierter Einsatz für die Feuerwehr.

Das Sturmtief Xero hat in der Nacht zu Dienstag eine Reihe Feuerwehreinsätze ausgelöst. Der Schwerpunkt lag im nördlichen Stadtgebiet, dabei kam es zu insgesamt 17 unwetterbedingten Einsätzen, teilte die Feuer mit. Davon waren der überwiegende Teil Wasserschäden und vollgelaufende Keller in Wohnhäusern. Dreimal mussten Gefahrenstellen wie etwa hochgeschwemmte Gullydeckel beseitigt werden.

An der Dünner Straße in Neuwerk kam es durch den Starkregen gegen 6 Uhr allerdings zu einem Gefahrstoffeinsatz. Dort war Wasser in den Keller eines Mehrfamilienhauses eingedrungen. Ein dort gelagerter Eimer mit schnelllöslichen Chlortabs für einen Pool war dabei nass geworden, und die Tabs hatten sofort heftig reagiert, hieß es im Feuerwehr-Bericht. Ein Bewohner holte den Eimer aus dem Keller und legte ihn im Innenhof des Hauses in eine Wanne mit Wasser.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte roch es im gesamten Gebäude und dem Innenhof nach Chlor. Die Bewohner hatten das Gebäude zum größten Teil bereits verlassen. Da einige von leichten Atemwegsreizungen berichteten, wurden sie an einem Rettungswagen durch den Notarzt untersucht. Bei keinem Bewohner wurde etwas festgestellt, so dass sie an der Einsatzstelle bleiben und später wieder in ihre Wohnungen zurück konnten.

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Die Feuerwehr lüftete das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter. Ein Trupp ging unter Atemschutz in den Keller und den Innenhof des Gebäudes, um mit pH-Teststreifen und einem Chlorgasmessgerät die Konzentration zu untersuchen. Dabei konnte im Keller keine erhöhte Chlorgaskonzentration festgestellt werden. Der pH-Wert des Wassers im Keller war neutral und in der Wanne mit den Chlortabs leicht sauer. Die Wanne mit den Chlortabs wurde in ein spezielles Bergefass gefüllt, das bis zur fachgerechten Entsorgung in einer Feuer- und Rettungswache zwischengelagert wird. Eine anschließende Kontrollmessung im Keller blieb ohne positives Ergebnis. Danach konnten die Bewohner zurück in ihre Wohnungen.

(RP, angr)