Zwei weitere Vorfälle in Mönchengladbach Polizei warnt vor Betrugsmaschen

Mönchengladbach · In Odenkirchen ist eine Seniorin Opfer der Masche „Falscher Wasserwerker“ geworden. Eine Frau aus Eicken hat ihrem angeblichen Sohn Geld überwiesen, nachdem dieser per Messenger darum gebeten hat.

Am Freitag haben wieder Betrüger in Mönchengladbach zugeschlagen. Die Polizei sucht Zeugen – und warnt. (Symbolbild)

Am Freitag haben wieder Betrüger in Mönchengladbach zugeschlagen. Die Polizei sucht Zeugen – und warnt. (Symbolbild)

Foto: dpa/dpa, jan ggr iku

Falsche Wasserwerker gehen um

Betrüger haben einer Seniorin einen dreistelligen Geldbetrag entwendet. Das teilte die Polizei mit. Die zwei Männer haben sich als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgegeben und behauptet, sie müssten die Wasserleitungen überprüfen. So haben sie sich am Freitag, 13. Januar, gegen 11.30 Uhr in Odenkirchen Zutritt zur Wohnung einer 74-Jährigen verschafft.

Nachdem die Dame den Männern Eintritt gewährte, sagte einer, er müsse in den Keller gehen, um dort die Wasserleitungen zu überprüfen. Der andere Mann führte die Seniorin in ihr Badezimmer, um dort den Wasserdruck der Duschbrause zu testen. Das Duo kommunizierte über ein rotes Funkgerät. Als im Bad alles in Ordnung gewesen sei, gab der Mann die Anweisung „Ja. Komm“ über das Funkgerät und verließ die Wohnung. Kurz darauf stellte die Seniorin fest, dass aus einem Schrank Geld entwendet wurde.

Die Männer beschreibt die sie wie folgt: Dunkel gekleidet, von schmaler Statur, trugen beide eine schwarze Mund-Nasen-Bedeckung, sprachen beide dialektfreies Deutsch. Der Mann, der sich mit ihr im Bad aufhielt, sei etwa 1,65 Meter groß gewesen, der andere größer.

Die Polizei warnt: „Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke!“

Sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall nimmt die Polizei unter Tel. 02161 290 entgegen.

„Sohn“ in finanzieller Notlage

Eine Frau ist mit einer Betrugsmasche per Messengerdienst um einen vierstelligen Geldbetrag gebracht worden. Das teilte die Polizei mit.

Die 68-jährige Frau aus Eicken erhielt am Freitag, 13. Januar, gegen 15 Uhr eine Nachricht von einer ihr unbekannten Nummer. Der Absender gab sich als ihr Sohn aus und bat im weiteren Chatverlauf um die Überweisung eines vierstelligen Geldbetrages. Angeblich habe der Sohn ein neues Handy und befände sich zudem in einer finanziellen Notlage. Die Frau überwies den geforderten Betrag.

Auch im Zusammenhang dieses Betrugs warnt die Polizei: „Wenn Sie vermeintliche Verwandte oder Freunde ausschließlich per Messenger in Chatnachrichten um eine Geldüberweisung oder einen Gefallen bitten, die Ihnen verdächtig vorkommen, sollten Sie skeptisch werden und die Identität ihres Kontaktes prüfen. Bitten Sie die Person um eine Sprachnachricht oder rufen Sie die Person an.“

Info Über die gängigen Betrugsmaschen klärt die Polizei unter anderem online unter www.polizei-beratung.de auf.

(capf)