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Mönchengladbach - Bananenspinne sorgt für Feuerwehreinsatz

Schreckmoment in Mönchengladbach : Bananenspinne sorgt für Feuerwehreinsatz in Mönchengladbach

Das achtbeinige Tier krabbelte aus Bananen und versetzte eine Frau aus Rheindahlen in Schrecken. Die Feuerwehr sammelte die Spinne ein und gab sie an einen Experten. Mittlerweile ist klar, um welche Gattung es sich gehandelt hat – und ob sie gefährlich ist.

Eine im Obst versteckt eingereiste Bananenspinne hat in Mönchengladbach für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Eine Frau aus Rheindahlen hatte am Mittwochabend, 18. Mai, den Notruf gewählt, nachdem eine ihr unbekannte Spinne aus den kürzlich erworbenen Bananen gekrochen war, wie die Feuerwehr am Donnerstag mitteilte. Geistesgegenwärtig sei das Tier mit einem Trinkglas gefangen worden, so dass keine unmittelbare Gefahr mehr bestand.

Um die Spinne näher bestimmen zu können, wurde ein Foto an einen Experten der Düsseldorfer Feuerwehr geschickt, der das Tier in der Größe einer Zwei-Euro-Münze als Bananenspinne identifizierte. Die Feuerwehr Mönchengladbach sammelte das Tier ein und übergab es an den Spinnenexperten in Düsseldorf.

Dieser konnte am frühen Nachmittag Entwarnung geben. Das Tier war nicht gefährlich. Es soll sich um eine Spinne der Gattung „Zoropsis“ handeln, die im Mittelmeerraum beheimatet ist. Der Biss wäre ebenso gefährlich wie ein Bienenstich – und somit im Normalfall alles andere als tödlich.

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Nach erster Einschätzung aber sind die Experten von deutlich Gravierenderem ausgegangen. Denn zunächst hielt man das Tier für eine „Phoneutria Boliviensis“ (so der wissenschaftliche Name). Diese Art gehört zu der Gattung der Bananenspinnen („Phoneutria“), aus der mitunter die giftigsten Spinnen der Erde kommen.

Ähnliche Fälle wie diesen in Rheindahlen gibt es immer wieder in Deutschland. Neben der Gattung der Bananenspinnen – also die Einordnung, die Wissenschaftler vorgenommen haben –, gibt es auch noch den umgangssprachlichen Begriff „Bananenspinnen“. Bei letzterem werden allerdings umgangssprachlich verschiedenen Spinnenarten bezeichnet, die vor allem eins vereint: Sie gelangen durch Bananenexporte in andere Länder.

So geschehen etwa Kostenpflichtiger Inhalt Anfang Februar in einem Krefelder Supermarkt. Auch dort stellte sich der Schock und die Sorge nachträglich als unbegründet dar, weil die Spinne (eine Warmhaus-Riesenkrabbenspinne) für den Menschen harmlos ist. Ihr Gift hätte schlimmstenfalls eine Schwellung wie bei einem Bienenstich hervorgerufen. Auch in Rees (im Kreis Kleve) wurde Anfang Februar eine „Bananenspinne“ gefunden, die für Wirbel sorgte. Und auch in diesem Falle handelte es sich um eine Warmhaus-Riesenkrabbenspinne.

(capf/gap)