Mann aus Mönchengladbach fährt mit falschem bulgarischen Führerschein

Dreiste Masche : Gladbacher fährt mit falschem bulgarischen Führerschein

Der 57-Jährige nutzte das „Dokument“ wohl schon seit 2010.

(vdp) Mit dieser Masche ist ein 57 Jahre alter Mann aus Mönchengladbach vermutlich jahrelang sprichwörtlich gut gefahren: Erst jetzt stellte sich heraus, dass sein angeblich im Jahr 2010 ausgestellter bulgarischer Führerschein gefälscht ist. Ein Polizist war misstrauisch geworden und ermittelte.

Bei einer Routinekontrolle am Montag, 5. November, hielt der Polizist den Gladbacher das erste Mal an. Laut Polizeibericht kontrollierte der Beamte gegen 13.15 Uhr den 57-Jährigen auf einer Landstraße in Ratingen. Der Kraftfahrer aus Mönchengladbach war mit einem in Köln zugelassenen Ford Transit unterwegs. Bei der Kontrolle händigte der 57-Jährige dem Motorrad-Polizisten einen bulgarischen Führerschein aus. Er gab an, seine Fahrerlaubnis während einer vorangegangenen Arbeitstätigkeit in Bulgarien erworben zu haben. Da dieses vor Ort nicht zu überprüfen war und ansonsten nichts zu beanstanden war, durfte der 57-Jährige seine Fahrt fortsetzen.

Intensive Ermittlungen des misstrauisch gewordenen Motorrad-Polizisten ergaben dann aber später, dass die bulgarischen Behörden nie eine Fahrerlaubnis für den 57-jährigen Mann aus Mönchengladbach ausgestellt hatten. Demnach lag der Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, in Tateinheit mit einem Führerscheinbetrug durch Urkundenfälschung vor.

Der Mettmanner Polizist leitete ein Strafverfahren ein und überprüfte in den folgenden Tagen immer wieder die vermeintliche Fahrtroute des Beschuldigten. Am Dienstag, 13. November, traf der Beamte gegen 14.50 Uhr den Beschuldigten ein zweites Mal an, als dieser mit dem selben Fahrzeug die selbe Fahrtstrecke befuhr. Sich offenbar vollkommen sicher fühlend, händigte der Transit-Fahrer wiederum die bulgarische Fahrerlaubnis aus. Diese stellte der Beamte sofort sicher, verbunden mit der erneuten Einleitung weiterer Strafverfahren. Dem 57-Jährigen wurde jedes weitere Führen von führerscheinpflichtigen Fahrzeugen mit sofortiger Wirkung untersagt.

Eine genauere Überprüfung des sichergestellten Führerscheins durch Spezialisten führte dann, nach Kontrolle der für bulgarische Führerscheindokumente speziellen Sicherheitsmerkmale, zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem vorgelegten Dokument eindeutig um eine Fälschung handelt. Die Polizei vermutet, dass der Gladbacher den gefälschten Führerschein bereits seit dessen angeblichen Ausstellungsdatum benutzt. Dieses würde bedeuten, dass er damit bereits seit Anfang 2010 illegal am Straßenverkehr teilgenommen hat.

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