1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Blaulicht

Jugendkriminalität in Mönchengladbach: Vierter Intensivtäter in U-Haft

Jugendkriminalität in Mönchengladbach : Vierter jugendlicher Intensivtäter sitzt in U-Haft

Die Polizei hat einen weiteren Jugendlichen festgenommen, der zu der bekannten Problemgruppe in Mönchengladbach gehört. Er gilt als ein Rädelsführer der Bande. Was ihm zur Last gelegt wird und wieso er jetzt verhaftet wurde.

Polizei und Staatsanwaltschaft ist es gelungen, einen vierten Intensivtäter einer kriminellen Jugendbande zu inhaftieren. Das haben die Behörden am Freitag, 17. Juni, in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt. Demnach ist ein 17-Jähriger am Vortag festgenommen und dann am Freitag einem Haftrichter vorgeführt worden, der den Jugendlichen wegen bestehender Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft schickte.

Der 17-Jährige steht im Verdacht, in den vergangenen Wochen eine Vielzahl an Diebstahl-, Raub- und Körperverletzungsdelikten begangen zu haben. Er soll einer der Rädelsführer der polizeibekannten Jugendgruppe sein, die in der Rheydter und Gladbacher Innenstadt mit diversen Straftaten negativ auffällt. Dazu gehören insbesondere Diebstahl, Raub und Körperverletzung.

Der Untersuchungshaftbefehl ist von der Staatsanwaltschaft auf Anregung einer Ermittlungsgruppe der Polizei beantragt worden. Diesen hatte ein Richter wegen Wiederholungsgefahr erlassen und die Polizei daraufhin vollstreckt. Bei der Durchsuchung des 17Jährigen nach der Festnahme sind Betäubungsmittel bei dem Jugendlichen gefunden worden. Jetzt sitzt der 17-Jährige in U-Haft.

  • Die Polizei nahm den Jugendlichen am
    Jugendkriminalität in Mönchengladbach : Richter schickt 15-jährigen Intensivtäter in U-Haft
  • Die Polizei hat die jungen Serientäter
    Kampf gegen kriminelle Jugendbanden : „Mönchengladbach hat ein Problem“
  • Die Polizei meldet derzeit viele Straftaten
    Jugendbande in Mönchengladbach : Zwischen Gewalt und Frust – Wer sind die „Ghetto-Boys“?

Schon vergangene Woche hatten Polizei und Staatsanwaltschaft einen ähnlichen Erfolg verkündet: Ein 15-Jähriger, der zu der Problemgruppe krimineller Jugendlicher gehört, ist am Donnerstag, 9. Juni, in Untersuchungshaft geschickt worden. Auch er gilt als einer der Rädelsführer. Mit der Verhaftung von diesem Freitag sind nun insgesamt vier Intensivtäter der polizeibekannten Jugendgruppe inhaftiert.

Ziel der diversen Maßnahmen ist laut Polizei, „die Straftaten von Jugendlichen weiter zu senken, und den Heranwachsenden deutliche Grenzen zu setzen“. Neben den Inhaftierungen wurden auch schon erste Platzverweise und Bereichsbetretungsverbote ausgesprochen sowie Zwangsgelder angedroht. Die Polizei hat nach eigenen Angaben „die kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung unter Einbindung erfahrener Jugendsachbearbeiter in einer Ermittlungsgruppe konzentriert und intensiviert“.

Den Kampf gegen die Jugendkriminalität in Mönchengladbach bestreitet mittlerweile ein Kostenpflichtiger Inhalt übergreifendes Netzwerk – neben Polizei und Staatsanwaltschaft sind dort auch Stadt, Jugendamt und Ordnungsamt vertreten. Die Polizei betont, dass eine Inhaftierung auffälliger Jugendlicher zur Vorbeugung von Straftaten gesetzlich nicht möglich ist. Bei den nunmehr vier verhafteten Intensivtätern aber habe es „keine positive Prognose mehr“ gegeben.