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Feuer bei Entsorgungsfirma

Löscharbeiten bei Großbrand in Gladbach dauern bis in die Nacht

Mönchengladbach Die Löscharbeiten bei dem Großbrand in Mönchengladbach werden noch die ganze Nacht in Anspruch nehmen. Das Dach einer Produktionshalle und ein Radlader sind den Flammen zum Opfer gefallen. Aber es gab zum Glück keine Verletzten bei der Firma Drekopf.

Der Brand bei der Entsorgungs- und Recyclingfirma Drekopf in Mönchengladbach wird die Feuerwehrleute noch die ganze Nacht beschäftigen. Das Schlimmste sei zwar überstanden, aber noch gebe es einen „massiven Wassereinsatz“ auf dem Gelände, sagt ein Feuerwehrsprecher. Immer noch steigt Rauch auf, wenn auch nicht mehr so rabenschwarz wie kurz nach Ausbruch des Feuers am Montag gegen 13 Uhr.

Aus Sicherheitsgründen hatte die Feuerwehr wegen der dichten Qualms eine Warnmeldung ausgegeben. „Wenn Müll brennt, können gesundheitliche Gefahren nie ausgeschlossen werden“, erklärt der Feuerwehrsprecher. Anwohner wurden aufgefordert, sofort Fenster und Türen zu schließen, Klima- und Entlüftungsanlagen sollten abgestellt werden.

Auf dem Gelände der Entsorgungs- und Recyclingsfirma ist ein nach ersten Schätzungen 30 mal 30 Meter großer Restmüllberg aus bisher ungeklärter Ursache in Brand geraten. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Zwischenzeitlich drohten die Flammen auf eine Lagerhalle überzugreifen. Doch die Einsatzkräfte konnten dies verhindern. Das Dach einer offenen Produktionshalle wurde durch die Hitze verzorgen und ein Radlager ist den Flammen komplett zum Opfer gefallen. Im Einsatz sind die drei Wachen der Berufsfeuerwehr, zeitweise beinahe alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr und die Flughafenfeuerwehr.

Durch den Funkenflug geriet ein Stall in der Nähe der Firma in Brand. Bei dem Versuch, die Tiere aus ihrer Behausung zu retten, hat sich eine Frau in der Eile leicht am Kopf verletzt. Das Feuer im Stall ist bereits gelöscht.

Die Firma Drekopf ist eine moderne Entsorgungs- und Recyclingfirma. Sie sammelt Wertstoffe wie Altpapier, holt Sperrmüll und Bauschutt ab. Das Unternehmen ist zweitgrößter Medizinentsorger in NRW, verfügt über eine der größten Aufbereitungsanlagen für Speisereste am Niederrhein.

Zum Brand auf dem Betriebsgelände der A. & P. Drekopf GmbH & Co. KG sagt Geschäftsführerin Nicole Finger: „Der Schaden ist groß. Am allerwichtigsten aber ist: Es gibt keine Verletzten! Wir danken allen Einsatzkräften vor Ort, die dazu beigetragen haben, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Mindestens ebenso viel Dank gilt aber auch unseren Mitarbeitern, die schnell und umsichtig schon vor Eintreffen der Feuerwehr mit den Löscharbeiten begonnen hatten.“

Gemeinsam seien Feuerwehr und Drekopf-Belegschaft derzeit dabei, den schwelenden Müllberg abzutragen und in Container umzubaggern, wo das Material dann endgültig abgelöscht wird.

Das Löschwasser sei komplett im Rückhaltebecken unterhalb des Betriebsgeländes gesammelt worden und werde zurzeit ein zweites Mal zum Löschen verwendet. „Nach Ende der Löscharbeiten wird es nicht der Kanalisation zugeführt, sondern abgepumpt und fachgerecht entsorgt“, erklärt Nicole Finger.