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Brand bei Schorch in Mönchengladbach: Feuerwehr warnt vor Rauchgasen

Löscharbeiten in Mönchengladbach dauern an : Brand bei Firma Schorch richtet hohen Sachschaden an

Das Kantinengebäude des Maschinenbauers Schorch ist am Dienstag in Brand geraten. Das Dach ist durch das Feuer zerstört worden und teilweise eingestürzt. Verletzt wurde niemand. Anwohner sollen weiterhin Fenster und Türen geschlossen halten.

Die Feuerwehr ist am Dienstagmorgen mit einem Großaufgebot zur Breite Straße ausgerückt. Gemeldet worden war eine brennende Fritteuse in der Kantine des Maschinenbauers Schorch. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen jedoch schon Flammen aus dem Dach des Gebäudes. Sofort begannen die Löscharbeiten, bei denen auch drei Drehleitern eingesetzt wurden. Ein Übergreifen des Brandes auf Nebengebäude konnte die Feuerwehr zwar verhindern, der Teil, in dem die Kantine untergebracht war, brannte jedoch lichterloh. Das Dach wurde so beschädigt, dass es komplett einstürzte. Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde und Sachverständige müssen jetzt prüfen, ob das alte Gemäuer noch zu retten ist. Stundenlang hatten die Wehrleute mit den Flammen gekämpft, die immer wieder hochloderten.

Das Firmengelände war nach Ausbruch des Feuers schnell geräumt worden, alle Schorch-Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt. Verletzt wurde zum Glück niemand. Der Einsatzort musste großräumig gesperrt werden. Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet um die Breite Straße weiträumig zu umfahren.

Wegen der starken Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr vorsorglich eine Warnung über die Nina-App herausgegeben: „Im Bereich Bonnenbroich kommt es durch einen Brand zu Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden.“ Menschen wurden gebeten, sich sofort in geschlossene Räume zu begeben. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten, Klima- und Lüftungsanlagen abstellen.

„Unser Problem ist der Wind“, sagte Feuerwehrsprecher Frank Nießen. „Durch die Thermik wird die Qualmwolke nach unten gedrückt und kann nicht nach oben abziehen.“ Deshalb habe man die Sicherheitsvorkehrungen getroffen und die Warnung herausgegeben. Die blieb auch am späten Nachmittag noch bestehen. Für Bürger-Fragen wurden Hotlines eingerichtet.

Auch am späten Abend waren die Löscharbeiten noch nicht beendet. Immer wieder mussten einzelne Brandnester gelöscht werden. „Wir gehen davon aus, dass eine Wache die ganze Nacht bleibt“, sagte Frank Nießen.

Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein, um sich ein Bild vom Ausmaß des Feuers aus der Luft zu machen. Der Sachschaden ist hoch. Für erste Schätzungen war es am Dienstag aber noch zu früh.

Das Feuer erinnert an den Großbrand bei der Entsorgungs- und Recyclingfirma Drekopf im Juli vergangenen Jahres. Die Flammen, die sich in einem Müllberg entfacht hatten, hatten sich ähnlich rasant ausgebreitet.

Auch im Juli hatte es zum Glück keine Verletzten gegeben. Die Löscharbeiten hatten in dem Fall zwei Tage gedauert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Brand bei Firma Schorch in Mönchengladbach

(gap)