Borussia Mönchengladbach: Mutmaßlicher Vergewaltiger aus Fanzug muss vor Gericht

Tat bei Auswärtsfahrt von Borussia-Fans: Anklage gegen mutmaßlichen Vergewaltiger aus Fanzug erhoben

Vor rund fünf Monaten soll ein Mann in einem Sonderzug für Fußballfans aus Mönchengladbach eine Frau vergewaltigt haben. Jetzt ist Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben worden - wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall.

Ein Sprecher des Amtsgerichts Mönchengladbach bestätigte unserer Redaktion, dass die Anklage zugestellt wurde. Einen Termin für den möglichen Prozess gibt es allerdings noch nicht. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Ein damals 30-Jähriger soll Mitte April eine junge Frau in einem Zug voller Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach vergewaltigt haben. Der mutmaßliche Täter und die 19-Jährige sollen sich vorher nicht gekannt und sich zuerst im sogenannten Samba-Wagen des Sonderzugs unterhalten haben. Er soll die Jugendliche aus Bonn später in eine Zugtoilette gedrängt und da vergewaltigt haben.

Das Opfer habe aus dem Zug noch seine Eltern angerufen. Die alarmierten dann die Polizei, die die 19-Jährige aus dem Zug holte und noch an den Bahnhöfen die aussteigenden Zuggäste kontrollierte - die meisten von ihnen am Hauptbahnhof in Mönchengladbach. Personalien wurden aufgenommen und Fotos gemacht. Die Behörden hatten tagelang nach dem Mann gesucht, bis er sich selber stellte.

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Die Anklage wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall wurde dem Tatverdächtigen zugestellt. Der hat jetzt Möglichkeit, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Danach wird entschieden, ob die Anklage vor einem Schöffengericht in Mönchengladbach eröffnet wird. Erst dann werden auch die Termine festgelegt.

Sollte der Mann schuldig gesprochen werden, drohen ihm mindestens zwei Jahre Freiheitsstrafe.

(see/dpa)