Mönchengladbach: Bezirkspolitiker beraten über Markthalle auf Kapuzinerplatz

Mönchengladbach: Bezirkspolitiker beraten über Markthalle auf Kapuzinerplatz

Sie soll ein Einkaufserlebnis der besonderen Art bieten und in der Oberstadt ein neuer Frequenzbringer werden: die geplante Markthalle auf dem Kapuzinerplatz. Als erstem politischen Gremium wird der Bebauungsplan heute der Bezirksvertretung Nord zur Beratung vorgelegt, die ab 17 Uhr im Rathaus Abtei tagt.

Mit der Markthalle, die nach einem Entwurf des Architekturbüros Otten entsteht, verfolgen die städtischen Planer mehrere Ziele:

Das Marktkonzept soll dem zunehmenden Verlust an Attraktivität und den sinkenden Besucherzahlen des an drei Tagen pro Woche stattfindenden Wochenmarkts entgegenwirken und den gesamten oberen Altstadtbereich stärken. Vorgesehen sind Sortimente, die das Angebot auf dem heutigen Wochenmarkt ergänzen und sich bewusst von der restlichen Einzelhandelslandschaft abheben. Frische Spezialitäten mit hoher Qualität sollen im Fokus stehen, angedacht sind auch Vorverkostungen von Waren und ein Naschmarkt. Es soll, das wird betont, keine Konkurrenz zum Wochenmarkt und zur umliegenden Gastronomie entstehen. Beides soll sich ergänzen und befruchten. Auch Abendmärkte soll es geben.

  • Mordkommission ermittelt in Mönchengladbach : 54-Jähriger bei Messerstecherei lebensgefährlich verletzt

Die Nachbarschaft wird auch planerisch mit einbezogen: So soll das Erdgeschoss des Gebäudes Kapuzinerplatz 7 an der Nordkante des Platzes reaktiviert werden. Damit leerstehende Gewerbeeinheiten besser genutzt werden können, wird deren Fläche vergrößert, indem der bisherige Arkadenbereich mit einbezogen wird. Offenheit und Transparenz soll sich den Vorstellungen der Planer zufolge auch in der Architektur spiegeln. An allen Gebäudeseiten sind Zugänge zur Markthalle vorgesehen. Damit soll sie "mit ihrer Umgebung in direkten Austausch treten", wie es heißt. Verstärkt wird dieser Effekt durch Seitenwände, die geöffnet werden können. Somit können auch angrenzende Außenbereiche genutzt werden. Zwischen Markthalle und der vorhandenen Bebauung soll "eine atmosphärische Altstadtgasse" entstehen. Zum Alten Markt werden die Bushaltestelle und der Tiefgaragenzugang integriert.

Städtebaulich soll der Kapuzinerplatz durch die Markthalle räumlich vom Alten Markt getrennt werden. Das war bereits in dem vor fünf Jahren vorgelegten Masterplan 3.0 vorgeschlagen worden. So soll der Kapuzinerplatz besser gefasst und verkleinert werden. Die "mittelalterlich begründete Maßstäblichkeit" werde wiederhergestellt. Zudem soll seine Funktion als zentraler Marktstandort der Altstadt gestärkt werden. Die Fläche zwischen Markthalle und Haus Zoar steht weiterhin für den Wochenmarkt und andere Veranstaltungen zur Verfügung.

(dr)
Mehr von RP ONLINE