Stadion Mönchengladbach: Besserer Handy-Empfang im Borussia-Park

Stadion Mönchengladbach : Besserer Handy-Empfang im Borussia-Park

Für die Borussia-Fans brechen bald bessere Zeiten an: zumindest was den Handyempfang im Stadion angeht. Kurznachrichten, Telefonate, Facebook und Bilder verschicken – all das soll schon bald während des Spiels problemlos möglich sein.

Für die Borussia-Fans brechen bald bessere Zeiten an: zumindest was den Handyempfang im Stadion angeht. Kurznachrichten, Telefonate, Facebook und Bilder verschicken — all das soll schon bald während des Spiels problemlos möglich sein.

Als erstes Stadion in NRW wurde die Gladbacher Fußballstätte vom Mobilfunkbetreiber Vodafone jetzt mit der neuesten Technik ausgestattet. 48 neue Antennen im Stadioninnenraum bringen die vierte Mobilfunkgeneration "LTE" (Long Term Evolution) in den Borussia-Park. "Damit ist Gladbach das erste Stadion landesweit, das den heutigen Anforderungen entspricht und somit auch den vielen Smartphone-Nutzern gerecht wird", sagt Gregor Schraven von Vodafone.

Inzwischen gibt es vier Mobilfunkgenerationen (1G bis 4G). Los ging alles mit den analogen Netzen (1G), gefolgt vom GMS-Standard (2G). Mit der Einführung der dritten Generation (UMTS-Technologie) wurde neben der Sprachkommunikation zunehmend auch die Datenkommunikation wichtig. Im Sommer 2010 begann Vodafone mit dem Ausbau des LTE-Netzes (4G).

Sukzessive sollen nun alle großen Stadien im Bundesland auf den neuesten Netz-Standard aufgerüstet werden. In Gladbach ist Vodafone im Sinne aller Netzbetreiber für den Ausbau zuständig. "Es gibt beim Netzausbau eine enge Kooperation zwischen den Mobilfunkanbietern", sagt Mobilfunkexperte Schraven. So seien etwa die Arenen auf Schalke und Dortmund, das Müngersdorfer Stadion in Köln sowie die Lanxess-Arena bereits in Planung.

Vier Wochen dauerten die Baumaßnahmen im Borussia-Park — die Bilanz: zwei Kilometer Kabel, 48 Antennen in 32 Metern Höhe. Dank der neuen LTE-Versorgung steht den Fußballfans demnächst ein deutlich höheres Datenvolumen im Stadion zur Verfügung.

Der erste große Praxistest für die neue Technik steht beim ersten Heimspiel der Borussia gegen Hannover 96 am 17. August an. Erst wenn 54 000 Fans im Stadion versuchen Bilder zu verschicken, werden die Anfangsmängel im neuen System sichtbar. "Wir sind optimistisch. Nach dem ersten Spiel starten wir sofort mit den Optimierungsmaßnahmen", versichert Schraven.

Auch die alten Netze UMTS und GMS wurden auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

(RP)
Mehr von RP ONLINE