Mönchengladbach: Berufserfahrungen beim Bundesfreiwilligendienst machen

Mönchengladbach : Berufserfahrungen beim Bundesfreiwilligendienst machen

Die Chance, sich nach der Schule erst einmal beruflich zu orientieren und erste praktische Erfahrungen zu sammeln, bieten jungen Schulabsolventen die Freiwilligendienste in unserem Land. Dozent Niklas Jopen von der Sozial Holding informiert im Berufsinformationszentrum (BiZ) regelmäßig über die Möglichkeiten im Freiwilligendienst.

Studium oder doch lieber eine Ausbildung? Eine Frage, die sich viele junge Leute kurz vor Erwerb ihres Schulabschlusses stellen. Auch möchten einige Absolventen erst einmal praktische Erfahrungen sammeln, in die Berufswelt hineinschnuppern, vielleicht sogar auch im Ausland, bevor sie erneut in Lernstress verfallen. Das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) oder der BFD (Bundesfreiwilligendienst) bieten sich in diesem Fall bestens an. Ob ein behindertes Kind in die Schule zu begleiten, bei der Kinderbetreuung in einer Tagesstätte zu helfen, Sportvereine zu unterstützen oder in einem Altenheim oder Krankenhaus mit anzupacken - Freiwilligendienste bieten vielfältige Möglichkeiten, sich zu engagieren und erste Berufserfahrungen zu sammeln. "Der Freiwilligendienst kann sich besonders auch auf die mögliche Ausbildung positiv auswirken - die Vermittlungsquoten sind sehr gut", so Niklas Jopen von der Sozial Holding, eine Tochtergesellschaft der Stadt.

In der Regel dauert ein Freiwilligendienst zwölf Monate, weiß Jopen. 18 Monate ist das Maximum. Neben der Beschäftigung in der Einsatzstelle, gehören auch fünf Seminarblöcke dazu. Hier lernen die Teilnehmer fachbezogene Themen kennen und beschäftigen sich auch mit der Berufsorientierung. Im Grunde genommen könne man den Freiwilligendienst auch mit einem klassischen Arbeitsverhältnis vergleichen: "Man bewirbt sich bei dem Träger, hat eine Kündigungsfrist und Probezeit, genauso Rechte und Pflichten, wie in einem Arbeitsverhältnis", so Jopen. Unentgeltlich ist der Freiwilligendienst nicht. "Jedem steht ein Taschengeld zu. Dieses variiert allerdings von Träger zu Träger." Auch die Sozial Holding bietet in diesem Jahr wieder eine FSJ- und eine BFD-Stelle an.

Für diejenigen, die es in die weite Welt zieht, scheint die Möglichkeit eines sozialen Jahres im Ausland perfekt. "Darum muss man sich allerdings sehr zeitig kümmern", betont Niklas Jopen.

Aber nicht nur junge Menschen können sich freiwillig engagieren - auch ältere Leute können ihre Erfahrungen in diesem Rahmen weitergeben, denn der Bundesfreiwilligendienst ist offen für alle Altersgruppen.

(sikr)
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