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Mönchengladbach: Beide Bürgermeister verabschieden sich

Mönchengladbach : Beide Bürgermeister verabschieden sich

Renate Zimmermanns (CDU) und Klaus Schäfer (SPD) räumen ihre Posten als ehrenamtliche Vertreter des Oberbürgermeisters. Gestern wurden sie offiziell verabschiedet. Sie hörten sehr viel Lob.

Einen Spanisch- und einen Italienischkursus möchte Klaus Schäfer bald machen. Ein paar Wochen lang in den Niederlanden ausspannen, gelegentlich als Rechtsanwalt arbeiten, Schwerpunkt Strafrecht. "Ich werde keine Langeweile haben", sagt der 70-Jährige. Seit 1994 war er Bürgermeister der Stadt Mönchengladbach, damit Vertreter der Oberbürgermeister Heinz Feldhege, Monika Bartsch, Norbert Bude und zuletzt Hans Wilhelm Reiners. Jetzt zieht sich Schäfer aus der Kommunalpolitik zurück, ebenso wie die zweite Stellvertreterin, Renate Zimmermanns.

Anders als ihr Kollege hört die 63-Jährige nach fünf Jahren im Amt nicht freiwillig auf, sondern aus gesundheitlichen Gründen. Die kaufmännische Angestellte will jetzt erst einmal Kraft tanken. Hans Wilhelm Reiners verabschiedete beide gestern im Rathaus Abtei in einer Feierstunde. "Sie haben mit Energie und Tatkraft alles für Mönchengladbach gegeben", lobte er. Jahrzehnte lang hätten Renate Zimmermanns und Klaus Schäfer "an kleinen und großen Stellschrauben gedreht", und so viele Dinge verändert. "Sie beide sind für sich einzigartig und haben Ihr Amt persönlich ausgefüllt." Zimmermanns und Schäfer, CDU-Frau und SPD-Mann, das sei eine perfekte Mischung gewesen. "Sie haben mit den Menschen gesprochen und Ihnen zugehört." Rund 100 Gäste waren ins Rathaus gekommen, um die Bürgermeister zu feiern - Familienmitglieder und Freunde, Politiker, Vertreter von Vereinen und Verbänden. Darunter waren der Bundestagsabgeordnete Günter Krings, der Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges, Polizeipräsident Hans-Herrmann Tirre, Ehrenoberbürgermeister Heinz Feldhege, Bezirksbundesmeister Horst Thoren und der Vorsitzende des Mönchengladbacher Karnevals-Verbands, Bernd Gothe.

Gemeinsam stellten sich Thoren und Gothe ans Rednerpult, das habe es so vorher auch noch nicht gegeben, scherzte der Schützen-Chef. Wie Reiners lobten sie, dass Renate Zimmermanns und Klaus Schäfer mit viel Engagement und Verantwortungsgefühl für die Bürger da gewesen seien. Plaudern, lachen, ernste Dinge bereden: Mit ihnen sei das alles möglich gewesen.

Die Nähe zu den Menschen, der Austausch mit anderen Ehrenamtlern und Verbandsvertretern hat Renate Zimmermanns an ihrem Amt besonders gut gefallen. Bürgermeister zu sein, "ist eine schöne Aufgabe", sagte sie. Ihren Nachfolgern, die am 4. Juli gewählt werden sollen, wünscht sie viel Glück. Bei Klaus Schäfer bedankte sie sich dafür, dass er sie bei ihrem Amtsantritt "an die Hand genommen" habe. Schäfer wiederum betonte, wie gut die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen gewesen sei. "Ich liebe diese Stadt", sagte er. "Und ich bin dankbar dafür, dass ich für ihre Menschen etwas tun konnte."

(naf)