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Mönchengladbach: Bei Infotag im "Eli" können Besucher selbst operieren

Mönchengladbach : Bei Infotag im "Eli" können Besucher selbst operieren

Am Samstag geht es ums Herz: Kardiologen rund um Prof. Georg V. Sabin informieren über ihre Arbeit und geben Tipps.

Wenn uns das Herz aufgeht, wenn wir uns etwas zu Herzen nehmen, wenn einem jemand das Herz bricht - dann ist im Schlager oder in Romanen meist die Liebe im Spiel. Dann wissen wir sofort, worum es geht. Unser Herz ist nicht umsonst der Motor und Ausdruck unserer Gefühle. Das Herz steuert unser Leben, denn es ist unser größter Muskel. Entsprechend sorgsam müssen wir mit unserem Herzen umgehen, und auf Warnsignale achten.

An den Städtischen Kliniken Mönchengladbach GmbH arbeitet ein Spezialistenteam um den Kardiologen Prof. Georg V. Sabin, das die Gesundheit des Herz- und Kreislaufsystems im Fokus hat. Dazu stehen modernste Verfahren und Geräte zur Verfügung, so der Chefarzt der Kardiologie am Elisabeth-Krankenhaus. "Dabei steht vor allem die interventionelle Therapie im Vordergrund. Unsere erweiterte Koronardiagnostik umfasst den intravaskulären Ultraschall ebenso wie die optische Kohärenz-Tomographie sowie die Flussberechnung", sagt er. Dazu rundeten computergestützte Bild-Fusionsverfahren das Angebot ab. "Dies hat natürlich auch zum Ziel, zusammen mit strahlenarmen Messplätzen, die Strahlenbelastung für Patienten und Personal zu reduzieren", erklärt der Mediziner.

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Am kommenden Samstag, 26. Mai, haben interessierte Besucher die Möglichkeit, den Kardiologen am "Eli" in Rheydt sozusagen über die Schulter zu schauen. "Die Besucher können unter anderem an einem Wiederbelebungs-Training teilnehmen", sagt Sabin. Der Clou der Veranstaltung sei jedoch, dass die Besucher selbst zum Operateur werden könnten. "Unter fachkundiger Anleitung führen sie einen simulierten Eingriff durch."

Ein weiteres Thema der Informationsveranstaltung ist die Elektrophysiologie, sagt der Kardiologe. "Das ist ein wichtiger Bestandteil aus dem Bereich der Herzrhythmusstörungen, in dem wir uns neu aufstellen." So werden moderne Kathetertechniken vorgestellt, die bei "schnellen Herzrhythmusstörungen" helfen und heilen könnten. Zudem werde ein tragbarer Defibrillator erklärt: "LifeVest" werde von Patienten genutzt, bei denen das Risiko bestehe, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Das Gerät ist vergleichsweise klein und hängt an einem Schulterriemen, sieht aus wie ein Umhängetäschchen. "Die aktuellen Entwicklungen auf diesem Sektor sind sehr interessant und vielversprechend", betont Sabin.

Die Veranstaltung, die vom Verein proEli gefördert wird und kostenfrei ist, findet am Samstag von 10 bis 13 Uhr statt. Auf dem Gelände an der Hubertusstraße 100 sollen Besucher immer den roten Luftballons folgen. Professor Sabin bittet um Anmeldung unter der Telefonnummer 02166-3943295. Weitere Infos gibt es im Internet unter der Adresse www.sk-mg.de .

(RP)