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Mönchengladbach: Bei Eugen Viehof: Was den Sammler bewegt

Mönchengladbach : Bei Eugen Viehof: Was den Sammler bewegt

In der Reihe "Zu Gast bei ..." vom Forum Kultur der SPD ging es diesmal zur Langen Foundation.

Der Kunstsammler Eugen Viehof hatte auf Initiative des Forum Kultur in die Langen Foundation eingeladen. 50 Interessenten hatten sich beworben, 25 Gäste wurden per Losverfahren ausgewählt. In der Langen Foundation trafen sie vergangene Woche auf einen humorvollen, bodenständigen Menschen. So merkte Eugen Viehof zu Marijke van Warmedams Installation aus Heliumballons und Getränkedosen an: "Am Sonntag auf der Kirmes in Korschenbroich können Sie dieses Kunstwerk auch kaufen." Es war die Idee des Sammlers gewesen, die Gäste nicht in sein Büro in Mönchengladbach einzuladen, sondern in die Langen Foundation, in der noch bis zum 19. August Werke von sechs Künstlern aus seiner Sammlung gezeigt werden.

Kunstsammeln sei ihm nicht in die Wiege gelegt worden, erst Helge Achenbach habe ihn und seine Brüder mit moderner Kunst in Berührung gebracht, erzählte Eugen Viehof. Dieser Impuls tut seine Wirkung bis heute. Die Sammlung Viehof gehört inzwischen zu den bedeutendsten deutschen Sammlungen von Gegenwartskunst. Kritisch schaute Viehof mit den Besuchern auf die Entwicklungen des Kunstmarktes, dessen Hype er nicht mitmache. Ganz der gelernte Kaufmann schaue er sich nach bezahlbaren Werken von Künstlern um, die im Rheinland aktiv sind. Spannend finde er die Sichtweisen, die Künstler mit ihren Werken auf die Gegenwart eröffnen, spannend aber auch die Diskussionen mit seiner Frau, wenn es um die Frage gehe, welches Bild zu Hause an die Wand darf. Froh mache es ihn, wenn Werke aus seiner Sammlung dazu beitragen, Ausstellungsideen in Museen in Deutschland und international zu realisieren.

Am Ende eines launigen, kurzweiligen Besuchs bedankte sich Reinhold Schiffers, Initiator des Forums Kultur und durfte im Namen der Gäste feststellen, dass es mit der Veranstaltung gelungen ist, eine Tür zu einem der verborgenen Schätze in Mönchengladbach zu öffnen.

(RP)