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Mönchengladbach: Baustellen behindern Verkehr

Mönchengladbach : Baustellen behindern Verkehr

Auf drei Straßen läuft derzeit nicht viel. Die Viersener Straße ist vor dem Franziskushaus nur einspurig befahrbar, die Stepgesstraße ist zum Nadelöhr geworden. Und auf der Korschenbroicher Straße geht's nur einspurig hin und her.

Ortskundige meiden derzeit — wenn eben möglich — die Stepgesstraße. Sie ist seit einer Woche in beide Richtungen nur noch einspurig zu befahren. Rot-weiße Baken sperren die äußeren Bereiche ab. Der Grund: Die Abteistraße wird um etwa zehn Meter verschwenkt und ist derzeit nur noch bergab zu befahren. Außerdem werden Versorgungsleitungen für den Betrieb der Übergangshalle gelegt, in die einige Händler aus der Theatergalerie ziehen werden, bis die Arcaden fertig sind.

Suche nach zwei Bomben

Gestern wurden die Arbeiten unterbrochen, weil unter der Erde zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wurden. "Die Sucharbeit gestaltet sich ausgesprochen schwierig", sagte am Nachmittag Stadtsprecher Walter Schröders. Es musste ein spezieller Saugbagger eingesetzt werden, weil die Gefahr bestand, unterirdische Leitungen und Rohre zu beschädigen. Bis zum Abend wurde nichts Verdächtiges gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war informiert, musste aber nicht eingreifen. Ab Ende November wird die Stepgesstraße nicht mehr befahrbar sein, sie wird im Zuge des Arcaden-Neubaus komplett geschlossen.

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Aber die Baustelle auf der Stepgesstraße ist nicht die einzige, die derzeit für zähfließenden Verkehr sorgt. Die Korschenbroicher Straße wird auf einer Länge von 1,6 Kilometern vierspurig ausgebaut. Damit wurde im Herbst 2010 begonnen, im November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Derzeit besteht das Haupt-Nadelöhr zwischen der Breitenbachstraße und der Reyerhütterstraße. Die zweispurige Bahn ist in beide Richtungen auf eine Fahrbahn verengt. Der Verkehr fließt zäh.

Rund 12 Millionen Euro werden in den Ausbau der Korschenbroicher Straße investiert, die Kosten teilen sich Stadt und Land. Zuvor hatte die Stadt mehr als 100 Bäume auf dem Abschnitt zwischen Reyerhütter Straße und Volksbadstraße fällen lassen. An ihrer Stelle wird auf einer Länge von 350 Metern eine Lärmschutzwand errichtet, die unter anderem die Kleingärtner vor dem Straßenlärm schützen soll.

Eine weitere Dauerbaustelle bremst seit Monaten die Autofahrer auf der Viersener Straße aus. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern ist die vielbefahrene Ausfahrtsstraße vor dem Franziskus-Krankenhaus nur einspurig zu nutzen. Eine mobile Baustellenampel regelt den Verkehr. Es gibt Tageszeiten, da werden die Nerven der Autofahrer arg strapaziert. Da kann es schon einmal passieren, dass drei Ampelphasen vergehen, bevor die Weiterfahrt endlich möglich ist.

Verursacht wird die Situation durch die größte Baustelle der Stadt am Franziskushaus. Nach dem Bau des neuen Bettenhauses begannen die Arbeiten an einem weiteren Gebäudekomplex für OP-Bereiche und Notfallambulanzen, ein Parkplatz mit 300 Plätzen entstand. Schritt für Schritt kommen Fachabteilungen der Krankenhäuser Maria Hilf, Kamillianer und St. Franziskus an der Viersener Straße zusammen. Mitte 2013 soll der Prozess abgeschlossen sein. Ab Juni soll aber die Viersener Straße, so die Stadt, wieder normal befahrbar sein.

(RP/rl/ila)