Mönchengladbach: Bahnhof Rheydt: Eingang nur durch Tunnel?

Mönchengladbach: Bahnhof Rheydt: Eingang nur durch Tunnel?

Kann der Zugreisende künftig nur noch durch den Nachttunnel zu den Bahngleisen gelangen? Das ist durchaus möglich. Die Deutsche Bahn bietet den Rheydter Bahnhof zum Kauf an – und davon ist die Stadt komplett überrumpelt worden.

Kann der Zugreisende künftig nur noch durch den Nachttunnel zu den Bahngleisen gelangen? Das ist durchaus möglich. Die Deutsche Bahn bietet den Rheydter Bahnhof zum Kauf an — und davon ist die Stadt komplett überrumpelt worden.

Seit September steht das Exposé im Internet. Das Mindestgebot für das Gebäude und das etwa 4000 Quadratmeter große Areal beläuft sich auf 750 000 Euro. "So viel Geld wird ein Investor nur geben, wenn die zukünftige Nutzung wirtschaftlich ist", sagte der Technische Beigeordnete Andreas Wurff. In einer eilends einberufenen Sondersitzung beschäftigte sich gestern die Bezirksvertretung Süd mit der Zukunft des Bahnhofs.

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Die Stadt will schnellstens dafür sorgen, dass sie aus den Planungen nicht ganz ausgeschlossen wird. "Wir müssen verhindern, dass da städtebaulicher Unsinn geschieht", sagte Wurff. Dazu ist die Aufstellung eines Bebauungsplans nötig. Dieser wird allerdings erst ziehen, wenn die Bahnhofsfläche entwidmet ist. "Aber dann muss der Bebauungsplan nicht erst auf den Weg gebracht werden, den haben wir dann bereits und sind somit handlungsfähig", so Wurff.

Beispielsweise in der Verhinderung von Spielhallen und Rotlicht. Der Erwerber — zu den Interessenten gehört auch die Kreisbau — und die Stadt können auf der Grundlage des Bebauungsplans ein gemeinsames Konzept für diesen städtebaulich wichtigen Standort erarbeiten. Denkbar wäre auch der Abriss des Bahnhofsgebäudes, um Platz für einen Neubau zu schaffen — auch ohne direkten Zugang zu den Bahnsteigen. Dann müssten die technischen Installationen ausgelagert werden, und möglicherweise bliebe der Tunnel dann als einziger Zugang zum Bahnhof übrig. "Wir haben zumindest jetzt einen Fuß in der Tür", sagte Bezirksvorsteher Karl Sasserath.

(RP/rl)
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