1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Automaten defekt: frei Parken bis Dezember

Mönchengladbach : Automaten defekt: frei Parken bis Dezember

Seit September ist es auch in Mönchengladbach möglich – das Handy-Parken. Das heißt: Wer in der Stadt auf einen kostenpflichtigen Parkplatz fährt, muss nicht mehr Münzen in den Automaten werfen, das Ticket kann auch per Handy bezahlt werden.

Seit September ist es auch in Mönchengladbach möglich — das Handy-Parken. Das heißt: Wer in der Stadt auf einen kostenpflichtigen Parkplatz fährt, muss nicht mehr Münzen in den Automaten werfen, das Ticket kann auch per Handy bezahlt werden.

Theoretisch. Praktisch funktioniert das zurzeit nicht an den Parkplätzen Geroweiher, Flieschermühle und Lürriper Straße. Das liegt allerdings nicht an technischen Schwierigkeiten. Die mit den orangefarbenen Aufkleber versehenen Parkautomaten wurden schlichtweg von Dieben geknackt.

Dabei wurden die Geräte so beschädigt, dass sie ausgewechselt werden müssen. "Ersatz ist bestellt, das kann aber noch bis Ende des Jahres dauern", sagt Stadtsprecher Walter Schröders. Gut für die Autofahrer, denn sie können auf diesen Plätzen bis Dezember kostenfrei (mit Parkscheibe) parken. Schlecht für die Stadt, denn sie muss auf Einnahmen verzichten.

Sechsstellige Nummer eintippen

Rund 1,8 Millionen Euro Parkgebühren fließen pro Jahr in die Stadtkasse. In diesem Jahr waren es bis dato rund 1,3 Millionen. Etwa fünf Prozent davon, so hofft man bei der Stadt, werden langfristig per Handy bezahlt. Optimismus ist angebracht, sagt Schröders. Denn das Handy-Parken sei gut angelaufen.

  • Mönchengladbach : Handy-Parken bald in Gladbach
  • In sieben Sekunden zum Parkschein -
    Handy-Parken : Ab sofort an Parkautomaten in Viersen mit dem Handy bezahlen
  • Haan : Mit neuen Parkautomaten steigt Gebühr

Und so funktioniert's: Der Handy-Besitzer muss sich bei einem der bundesweit zertifizierten Betreiber zunächst im Internet registrieren. Informationen dazu findet er unter www.mobil-parken.de. Je nach Betreiber muss man eine Gebühr fürs Handy-Parken zahlen. Es gibt kostenfreie Angebote, dafür bekommen die Kunden allerdings Werbung auf das Handy geschickt. Im Gegenzug erhält der Handy-Parker eine Plakette, die er hinter seiner Windschutzscheibe anbringen muss.

Wer sein Auto auf einem Parkplatz abstellt und Handy-Parker ist, muss sich nun zunächst am Automaten über die sechsstellige Handy-Parkzonen-Nummer informieren. Der Nutzer tippt diese Nummer ein. Kommt er zurück, wiederholt er dies. Bis zur Höchstparkdauer bestimmt er so die Parkzeit. Abgerechnet wird im Drei-Minuten-Takt. Die Gesamtrechnung wird in der Regel einmal im Monat vom Betreiber, der die Parkgebühren in voller Höhe an die Stadt abführt, zugesandt.

Übrigens: Politessen sind durchaus in der Lage zu überprüfen, ob der Handy-Parker tatsächlich gezahlt hat. Auch wenn das im Moment am Geroweiher, Flieschermühle und Lürriper Straße nicht nötig sein wird.

(RP)