1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Autofahrer kämpfen gegen Pollen

Mönchengladbach : Autofahrer kämpfen gegen Pollen

Die Verschmutzung von Autolack durch Blütenstaub ist in diesem Frühjahr besonders heftig. Um das Fahrzeug sauber zu halten, muss es konsequent und regelmäßig gereinigt werden. Die RP hat die drei gängigsten Methoden miteinander verglichen.

Stadtteile Wer sein Auto gerne sauber hat, hat es in diesem heißen, regenarmen Frühling besonders schwer mit dem Blütenstaub, der allerorts die Luft erfüllt. Denn die Sporen, die für Bäume und Blumen das Überleben bedeuten, werden auf Autolack bloß als Dreck wahrgenommen. Besonders auf älterem Lack haftet die Pollenschicht gut und wird durch Sonneneinstrahlung regelrecht festgebacken. Um der Verschmutzung entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die alle ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Die SB-Waschstraße In Gladbach bieten einige Waschanlagen SB-Boxen an, in denen Autofahrer mit Hochdruckreinigern und Schaumpistolen selbst Hand anlegen können – etwa an der Ottostraße 4 in Rheydt. Dort kostet die SB-Wäsche je nach Dauer zwischen fünf und acht Euro. Geschäftsführerin Sylvia Paulußen empfiehlt, besonders bei heftigen Verschmutzungen, etwa durch Pollen oder Baumharz, die Profis, die für sie arbeiten, ans Werk zu lassen: "Professionelles Arbeitsgerät und die Reihenfolge der Arbeitsschritte sind in manchen Fällen sehr wichtig. Behandelt man etwa Vogelkot falsch, kann er sich verhalten wie Schmirgelpapier." Mit etwas Übung seien die Geräte aber gut zu bedienen und sei die Reinigung auch verhältnismäßig günstig. Farrokh Rafati etwa (im Foto unten links) reinigt sein Auto am liebsten auf diese Weise und ist auch von den Pollen wenig beeindruckt.

Die Wäsche von Hand Wer sein Auto selbstständig rein halten will, muss sich mit Werkzeug und Reinigungsmitteln eindecken. Dieter Kremers, Inhaber von Autoteile Arnold auf der Gracht, kennt sich aus: "Man benötigt ein Autoshampoo, das den feinen Schmutz in seinem Schaum bindet, damit keine Kratzer entstehen." Eine anschließende Politur schütze den Lack und verhindere, dass die Pollen sich zu sehr festsetzen. Diese Arbeiten selbst auszuführen, ist zeitaufwändig und nicht für jeden Autobesitzer eine Option, da "die Autoreinigung auf der Straße nicht erlaubt ist. Man muss einen Hinterhof oder eine eigene Einfahrt haben".

Die Waschanlage Die klassische Variante der Reinigung ist die beliebteste, selbst wenn man Wartezeit mitbringen und tiefer in die Tasche greifen muss. "Das ist die neueste Anlage, da erwarte ich die beste Reinigung", sagt Christian Weber, der derzeit dreimal die Woche zum "Waschwerk SauberZauber" auf der Waldnieler Straße fährt. Wenn das Auto, wie in seinem Fall, aus repräsentativen Gründen stets sauber sein muss, bleibt für aufwändigere Verfahren keine Zeit. Der höhere Preis – die einfachste Wäsche kostet 8,40 Euro – erklärt sich durch Personalkosten. Drei Angestellte reinigen den Wagen vor, bevor er in die automatische Waschstraße fährt. Detlef Zitzen, Inhaber der Anlage, freut sich über den Blütenstaub – die Kunden stehen bei ihm Schlange.

(RP)