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Ausstellung in Mönchengladbach: Licht als Sinnbild für Leben und Geist

Ausstellung in Mönchengladbach : Licht als Sinnbild für Leben und Geist

In der Ausstellung „und … Licht“ zeigen sieben Künstlerinnen und Künstler neun Lichtinstallationen in der Hauptkirche Rheydt sowie im Christoffelhaus.

Orgelklänge stimmen die Eröffnung der Ausstellung am internationalen Tag des Lichtes ein, den die Unesco zum zweiten Mal ausgerufen hat – in Erinnerung an die Erfindung des Lasers am 16. Mai 1960. Es ist die dritte Station der Wanderausstellung, welche von der Evangelischen Kirche im Rheinland initiiert wird und sich mit dem Thema „Licht“ befasst, die christliche Botschaft beleuchtet und sie hinterfragt.

Alle ausgestellten Installationen und Objekte befassen sich mit der Kraft und Erscheinung des Lichtes. Der biblische Satz „Es werde Licht“ ist die Metapher für die geheimnisvolle Kraft und Gegenwart Gottes. Die Künstler gehen in ihren Arbeiten spielerisch mit Licht um, sie suchen in den einzelnen Materialien Verbindungen zwischen Stofflichkeit und Licht und testen Gegensätze aus.

In der Hauptkirche irritiert gespiegelte Leuchtschrift die Besucher und macht mit tiefgründigem Wortsinn auf sich aufmerksam. Acht der Kunstwerke stehen im nahegelegenen, noch sehr neuen und modern gestalteten Christoffelhaus.

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Schon von außen fällt die großflächige Videoinstallation auf, welche Lichterscheinungen in Zusammenhang bringt und Lichtstrahlen erlebbar macht. Im Foyer des Gemeindehauses hat der Objektkünstler Christoph Dahlhausen eine raumfüllende, linear geometrisch Installation aufgebaut, die durch ihre punktuel installierten Leuchtlinien den Raum mit Licht füllt.

Lichtpfützen aus blauem Glas, deren Oberfläche je nach Lichteinstrahlung changieren und mit einer besonderen Formensprache auf sich aufmerksam machen, liegen fast beiläufig im Eingangsbereich.

Der Kurator Holger Hagedorn stellt diese Kunstwerke an jedem Ort der Ausstellung neu zusammen, was sie als Gesamtheit überall anders wirken lässt. „Ohne Licht gibt es keine Kunst“, bemerkt Pfarrer Stephan Dedring in seiner Einführung. Er betont die Besonderheit der Lichtwirkung in jedem einzelnen ausgestellten Kunstwerk, das vom Betrachter individuell wahrgenommen werden kann.

Sowohl Beton als auch Stahl sind die Gegensätze für ein Objekt mit drei Lichtkreisen. Mit der Verschmelzung der Materialien ineinander steigern sie sich gegenseitig. Eine weiße Leinwand zieht die Aufmerksamkeit auf sich, die Weiß in Weiß in ganz feinen Nuancen ein neues Bild zeigt.

Gleich einer Welle bahnt sich beim nebenstehenden Kunstwerk, ein Lichtstrahl in langsamen Bewegungen seinen horizontalen, unregelmäßig verlaufenden Weg durch eine dunkle Wand.

Ein Objekt gleich einer Säule mit warmem Sand lädt den Besucher ein, die Lichterscheinung darunter mit eigenen Händen zu erfühlen und zu verändern.

Ein angestrahltes Metallobjekt aus bunten Fotolinsen malt ein farbiges Bild aus Licht als Schattenwesen an die Wand. Der Künstler spielt mit Farbe, Licht und dem Gegensatz von Licht – dem Schatten.

Alle teilnehmenden und renommierten Künstler zeigen ihren Blick für Licht in der Welt. Sie laden ein, sich durch ihre Arbeit intensiver mit dem lebensnotwendigen Element zu befassen und seine eigene Sichtweise zu finden, sich inspirieren und  anstecken zu lassen.

„Wir hoffen, mit der Ausstellung etwas Licht in die Welt zu tragen“, formuliert es Volker König, Mitglied des Kirchenrates und Leitender Dezernent im Landeskirchenamt.