Mönchengladbach: Auf Leserfang im Netz: Autorin Diana Menschig

Mönchengladbach: Auf Leserfang im Netz: Autorin Diana Menschig

Das Internet bietet Erstlingsautoren Plattformen. Fantasy-Autorin Diana Menschig gibt einen Einblick in ihre Social-Media-Aktivitäten zur selbstvermarktung ihres Werkes im Internet.

Buchverlage reißen sich um Beststellerautoren wie Cornelia Funke oder Sebastian Fitzek. Ihre Bücher begeistern ein Millionenpublikum und sind Umsatzgarant für Verlage, Buchhändler und Buchhandelsketten. Dagegen haben es Autoren, die ihren Erstling an die Leserschaft bringen wollen, gar nicht so leicht. Denn außer einem Buchverlag und einer packenden Geschichte braucht es Durchhaltevermögen und eine gute Selbstvermarktung im Internet.

Neben Literaturagenturen und Vertreterkatalogen bieten Facebook, Blogs und Bücher-Communitys neuen Autoren wie Diana Menschig eine Plattform der Buchvermarktung. "Ein Buchhändler muss Interesse an dem Genre haben, das du bedienst. Mit Fantasy tun sich noch immer viele schwer. Trotz der Erfolge von Tintenblut und Co.", sagt Diana Menschig. Darum sucht die 39-jährige Autorin nach anderen Wegen, ihr erstes Buch zu vermarkten und Leser auf sich aufmerksam zu machen.

Zwei bis drei Stunden pro Tag sitzt Diana Menschig vor ihrem Computer und betreibt Social Media Marketing. So hat sie zum Beispiel ihrem Protagonisten Tom Schäfer aus "Hüter der Worte" eine eigene virtuelle Realität im Netz gegeben. In dem Blog "Die Worthüter" schreibt Tom in regelmäßigen Abständen über sich, das Buch und sein Leben. Damit angefangen hat er im Oktober 2009. Da erstellte Tom seinen ersten Blogeintrag und schrieb über die Entstehung des Buches. Bereits hier kann sich der Leser nie ganz sicher sein, was Realität und was Fiktion ist. Und auch auf Facebook schreibt Tom Schäfer alias Diana Menschig über Aktuelles rund um das Buch.

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In der Bücher-Community "LovelyBooks" ist Diana Menschig ebenfalls vertreten. Hier stellt sie sich und ihr Buch den Mitgliedern vor, kommt mir ihnen ins Gespräch und lädt sie zu sogenannten Leserunden ein. Hierbei wird gemeinschaftlich ein Buch zu einem vereinbarten Zeitpunkt gelesen. Im Forum wird dann über Inhalt und Form diskutiert. Community-Mitglieder können sich eingangs als Testleser bewerben. Ein kostenloses Buchexemplar dient als Anreiz.

Schlechte Erfahrungen im Internet habe sie bisher noch nicht gemacht, sagt die 39-jährige selbstständige Autorin. "Bisher habe ich viel positives Feedback im Netz erfahren und konstruktiv mit den Lesern diskutieren können", betont Diana Menschig.

Ihr Erstlingswerk "Hüter der Worte" ist seit Oktober im Buchhandel erhältlich. In ihrem Fantasy-Roman geht es um die Figur Tom Schäfer, der in Münster wohnt, selbst Schriftsteller ist und nach dem großen Erfolg seines ersten Buches über den Fantasy-Helden Laryon unter einer Schreibblockade leidet. Doch als sich Tom plötzlich in seiner eigenen Buchwelt wiederfindet, scheint das die Lösung all seiner Probleme zu sein. Aber Tom hat dabei die Rechnung ohne Laryon gemacht.

(sibr)
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