Mönchengladbach: Architekten erklären die Minto-Fassade

Mönchengladbach: Architekten erklären die Minto-Fassade

Eckig wäre manchmal einfacher gewesen als rund. Aber die Fassade des Einkaufszentrums hat keine Ecken und Kanten. Das Architekturbüro Kadawittfeld hat sie entwickelt. Das Projektteam kam zur Eröffnung des Minto - und war begeistert.

Da mögen sich zwei. Und schätzen sich. "Hallo, da kommt der Star-Architekt." Mit diesen Worten wurde Gerhard Wittfeld von Ulrich Wölfer vom Vorstand des Investors Mfi im Eingangsbereich des Minto begrüßt. Herzlicher Händedruck, fröhliches Lachen, da stimmt die Chemie. Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit mindestens ebenso. Zur Eröffnung des neuen Einkaufszentrums waren Gerhard Wittfeld und sein Kompagnon Kilian Kada mit Projektleiter Michael Tremmel und Pressesprecherin Nikola Müller- Langguth angereist. Das renommierte Aachener Architekturbüro Kadawittfeld hatte den internationalen Fassadenwettbewerb - ausgeschrieben vom Entwickler Mfi und der Stadt - für sich entschieden. Mit der Fassade, die fortan die Innenstadt Mönchengladbachs prägen wird.

Die Fläche mit ihren horizontal schwingenden Bändern und vertikal angeordneten Lamellen entfaltet eine unglaubliche Wirkung. "Volumen ist nicht gleich Volumen", sagt dazu Gerhard Wittfeld. Der ungeheuer große Baukörper wird scheinbar verkleinert - leicht gemacht. Leicht und schmiegsam. "Die horizontalen Schichtungen der Fassade sind eine Reaktion auf die besondere Lage." Die Gestaltung der Fassade sei absolut auf die Hanglage des Einkaufszentrums zugeschnitten. "Das Haus lebt", sagt der Architekt.

Die Realisierung der Pläne aus dem Büro Kadawittfeld sei eine echte Herausforderung gewesen. "Eckig wäre in der Umsetzung manchmal einfacher gewesen als rund", sagt Gerhard Wittfeld. Aber - "es sollte genau so werden, wie wir es uns von der Entwurfszeichnung über das Modell bis zur Realisierung vorgestellt haben." Und das hat funktioniert.

  • Fotos : So lief die Eröffnung des Minto in Mönchengladbach

Auch an anderer Stelle in Mönchengladbach positioniert sich das Architekturbüro Kadawittfeld. Das NEW-Blauhaus auf dem Hochschul-Campus soll Ende September fertiggestellt sein. "Auch das ist eine spannende Sache", sagt Gerhard Wittfeld. Das Haus wird über eine autarke Energieversorgung verfügen. Die Module zur Nutzung von Energie sind in die Außenfassade integriert. Sie sitzen in den blau-violetten Elementen. Das mehr als zehn Millionen Euro teure Objekt wird 3500 Quadratmeter Nutzfläche haben, zwei Drittel belegt die Hochschule, ein Drittel die NEW. Die Bibliothek der Hochschule findet hier ihren Platz, die NEW verlagert hierhin ihre Abteilung "Energienahe Dienstleistungen".

Passend zur Ausrichtung des Blauhauses sagt Gerhard Wittfeld: "Das Haus ist in der Lage, sich selbst zu versorgen." Und lacht.

(RP)
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