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Mönchengladbach: Arbeiten über dem Heizkraftwerk

Mönchengladbach : Arbeiten über dem Heizkraftwerk

Zwei neue Bürohäuser entstehen im Denkmal-Areal des Nordparks.

Das Ambiente ist einzigartig. Wer in den Denkmalbereich des Nordparks kommt, findet tagsüber kaum einen freien Parkplatz. Das liegt nicht daran, dass dieses Gebäudeensemble die Besucher in Scharen anlockt, die zum Gucken kommen: Hier wird gearbeitet. Ob IT-Branche, Werbefirmen oder Rechtsanwälte – es ist schick, in den alten, schön restaurierten Häusern seinem Beruf nachzugehen.

"Die Leerstandsquote liegt gerade einmal bei etwa einem Prozent", berichtet der städtische Wirtschaftsförderer Dr. Ulrich Schückhaus. Und Ralf Maibaum, der vor sieben Jahren als Projektentwickler den Denkmalbereich des Nordparks für sich entdeckte und die Häuser 17 und 23 erwarb, erzählt, dass bislang erst einer seiner Mieter das Areal wieder verlassen hat – und während dessen Möbel verladen wurden, zog der Nachmieter gleich ein.

Diesen Boom macht sich Maibaum zunutze und hat dabei Architekt Uwe Meincke, einen langjährigen Kenner und Planer im Nordpark, an seiner Seite. Gemeinsam haben sie sich des Heizkraftwerks angenommen, über das die NEW das Gebäudeensemble mit Energie versorgt. Es ist ein eher schmuckloses Haus. Oder besser: Es war wenig schön. Denn das Duo Maibaum/Meincke hat das hässliche Entlein hübsch gemacht, indem es den alten Backsteinbau des Kraftwerks mit einem baulich und technisch hochwertigen Gebäude umgaben. Noch ist es weiß, demnächst wird es eine graue Außenfassade bekommen. 350 Quadratmeter Büro- und Atelierflächen stehen zur Verfügung, tief im Keller gibt es neben dem Heizkraftwerk noch Lagerflächen auf 100 Quadratmeter. Ein Aufzug bringt die hier Arbeitenden in die unterschiedlichen Etagen.

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Das nächste Projekt haben Maibaum/Meincke ebenfalls in Angriff genommen. Auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses entsteht ein weiteres Bürogebäude. Es liegt genau an der Schnittstelle zwischen Borussia-Park und Denkmalbereich und ist geprägt von einem kleinen Park mit altem Baumbestand. Rund 2170 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen stehen zur Verfügung – entweder für eine oder für mehrere Firmen. Noch können künftige Mieter auf die Gestaltung Einfluss nehmen.

Wenn dieses Gebäude in 14 Monaten steht, gilt der Denkmalbereich des Nordparks als abgeschlossen. Wirtschaftsförderer Schückhaus: "Der ganze Nordpark ist eine Erfolgsgeschichte. Und der Denkmalbereich eine besondere."

(RP)