Mönchengladbach: Angeklagte überfielen Spielhallen

Mönchengladbach: Angeklagte überfielen Spielhallen

Unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung, schweren Raubes und Körperverletzung mussten sich seit November vier junge Männer vor der Ersten Großen Jugendkammer des Mönchengladbacher Landgerichts verantworten.

Maskiert und mit einem Messer bewaffnet, hatten sie ein Wettbüro, die Spielothek "Las Vegas" und die Spielhalle "Magic Casino" überfallen. Doch sie waren nur in einem Fall erfolgreich. Am 6. April 2015 erbeuteten sie 1240 Euro, die sie untereinander aufteilten. Nach einem wochenlangen Prozess kamen die 18, 21, 22 und 23 Jahre alten Männer mit Bewährungsstrafen davon. Nach Geständnissen und Zeugenaussagen wurden drei Angeklagte nach Jugendstrafrecht verurteilt. Sie erhielten Einheitsjugendstrafen von einem Jahr und zehn Monaten bis zu zwei Jahren, jeweils mit Bewährung. Allerdings verlangen Bewährungsauflagen von den jungen Männern, die bisher kaum aufgefallen waren, die Leistung von Arbeitsstunden.

So muss der erwachsene Angeklagte (23), der wegen Beihilfe zur versuchten schweren Erpressung verurteilt wurde, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit erbringen. Ein 22-jährigen erhielt außerdem eine Woche Dauerarrest. Einen 18-jährigen verurteilte das Gericht neben einer zweijährigen Jugendstrafe noch zu drei Wochen Dauerarrest. Die Angestellte einer Spielhalle, die mit einer Schreckschusspistole bedroht worden war, ist seitdem nicht mehr arbeitsfähig. Sie erhält ein Schmerzensgeld von 1000 Euro.

(RP)