Mönchengladbach: Angehende Azubis und Unternehmen im Speeddating

Mönchengladbach: Angehende Azubis und Unternehmen im Speeddating

42 Prozent aller Azubi-Stellen mit Ausbildungsbeginn im Sommer 2018 sind noch unbesetzt. Das geht aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein bei knapp 400 Unternehmen aus der Region hervor. Die Kammer hatte die Betriebe gefragt, für wie viele der im Jahr 2018 geplanten Ausbildungsverhältnisse bereits jetzt passende Bewerber gefunden worden sind. "Viele potenzielle Auszubildende und Unternehmen haben noch nicht zueinandergefunden", sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

Insbesondere im Baugewerbe und bei den Händlern ist der Anteil der offenen Stellen groß. In diesen Branchen sind zwei Drittel der Stellen noch nicht besetzt. Die Betriebe der verarbeitenden Branchen dagegen waren bei der Nachwuchsgewinnung bereits erfolgreicher. "In der Industrie liegt der Anteil an unbesetzten Stellen mit 40 Prozent leicht unter dem Durchschnitt", so Steinmetz. Noch höher ist die Planungssicherheit in der Dienstleistungsbranche. Nur noch 30 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse sind unbesetzt. Wie der jüngste Konjunkturbericht der IHK belegt, haben knapp 60 Prozent der Unternehmen mit Personalbedarf Schwierigkeiten, ihre offenen Stellen zu besetzen.

Interessierte, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, können das nächste Azubi-Speeddating am 15. März besuchen. Das Motto der Veranstaltung, die in der Kreishandwerkerschaft, Platz des Handwerks 1, stattfindet, lautet: "Just in Time in Deine Berufsausbildung 2018". Die IHK, die Kreishandwerkerschaft und die Agentur für Arbeit laden Schüler jeglicher Schulformen ein, daran von 13.30 bis 17 Uhr teilzunehmen. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich bei bis zu 35 Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk persönlich vorzustellen - und sie in jeweils zehn Minuten von sich zu überzeugen.

  • Neuss : Noch fast die Hälfte der Ausbildungsstellen unbesetzt

"Für die Schüler wird es höchste Zeit, sich um einen Ausbildungsplatz zu bemühen", sagt Stephan Mundt, Referent im IHK-Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung. "Das Azubi-Speeddating bietet die Chance, in kurzer Zeit mit den Personalverantwortlichen aus vielen Unternehmen persönlich in Kontakt zu treten. Es gibt keine Auswahlverfahren oder Tests, die ihnen den Weg versperren." Dieses Format habe sich fest bei Ausbildungsbetrieben und in den Schulen etabliert.

Jugendliche, die sich beim Azubi-Speeddating ein Gespräch bei ihrem Wunschunternehmen sichern möchten, sollten möglichst früh zur Kreishandwerkerschaft kommen. Für weitere Informationen steht Stephan Mundt (Tel. 02151 635-455, E-Mail: mundt@neuss.ihk.de) zur Verfügung.

(angr)