Tag der Architektur in Mönchengladbach Beim Wissenscampus hinter die Fassaden blicken

Mönchengladbach · Markante Gebäude gibt es viele in Mönchengladbach, aber einen Blick ins Innere gibt es nur selten. Beim Tag der Architektur öffnen sich die Türen von fünf Objekten – auch die des Alten Polizeipräsidiums.

 Das Alte Polizeipräsidium an der Theodor-Heuss-Straße soll in einigen Jahren ein moderner Wissenscampus sein.

Das Alte Polizeipräsidium an der Theodor-Heuss-Straße soll in einigen Jahren ein moderner Wissenscampus sein.

Foto: Denisa Richters

Die Handschrift von Architekten hinterlässt oft über Jahrhunderte Spuren im Stadtbild – im Idealfall natürlich ästhetisch wertvolle. Nur selten ist der Blick ins Innere der Gebäude möglich. Deshalb lädt die Architektenkammer NRW einmal jährlich zum „Tag der Architektur“. Genau genommen sind es auch diesmal wieder zwei Tage: Am kommenden Wochenende, 29. und 30. Juni, sind landesweit 153 Gebäude ausgewählt worden, in denen Besucherinnen und Besucher hinter die Fassaden blicken können. In Mönchengladbach sind es fünf.

Ein imposantes Haus im Hardter Wald, eine nachhaltige Kita in Venn, ein gefördertes Wohnhaus am Metzenweg und ein außergewöhnliches Bürogebäude an der Tomphecke stehen bereits seit Längerem fest. Nun ist eines der ambitioniertesten städtischen Projekte hinzugekommen: das Alte Polizeipräsidium an der Theodor-Heuss-Straße, wo mit Fördergeldern aus dem Strukturwandel-Topf ein top-moderner Wissenscampus entstehen soll.

So sieht das Alte Polizeipräsidium aus
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Das Alte Polizeipräsidium steht seit drei Jahren leer

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Foto: Denisa Richters

Das Areal ist bemerkenswert, geprägt von markanten, teils denkmalgeschützten Gebäuden und einer parkähnlichen Umgebung. Aus dem Vorstand der Architektenschaft Mönchengladbach laden Annette Bonin und Katharina Wechselberger-Feies, die beim Wissenscampus auch die bauliche Leitung hat, zu zwei Führungen am Sonntag, 30. Juni, durch die Gebäude und über das Gelände ein.

Der Titel der Rundgänge ist „Vom Polizeipräsidium zum Wissenscampus“ und soll aufzeigen, weshalb das Projekt ein „gutes Beispiel für Umnutzungen und Umbau von Gebäudebestand“ ist. Es soll einen Beitrag für den Wandel zur Wissensgesellschaft in der Region leisten und an die Rolle Mönchengladbachs als Oberzentrum und Hochschulstandort anknüpfen.

Wer teilnehmen möchte, muss sich per E-Mail bei der Architektenschaft unter info@architektenschaft-mg.de anmelden. Pro Rundgang können maximal 30 Personen dabei sein. Die erste Führung ist am Sonntag für 11 Uhr angesetzt, die zweite für 13 Uhr.

Mehr Informationen und eine Liste aller NRW-Objekte beim Tag der Architektur gibt es im Internet unter aknw.de/baukultur/projekte/tag-der-architektur

(dr)