Mönchengladbach: Abriss: Jugendheim weicht Wohnbebauung

Mönchengladbach : Abriss: Jugendheim weicht Wohnbebauung

Zwischen Museum Abteiberg und der Citykirche entsteht neue Architektur. Der Abriss soll schon Anfang 2014 beginnen.

Der Architekt Dr. Burkhard Schrammen hat den Wettbewerb für sich entscheiden können. Seine Pläne für eine neue Bebauung auf dem Hanggrundstück zwischen Abteistraße und Krichelstraße haben die Entwicklungsgesellschaft (EWMG) überzeugt. Auf diesem hochinteressanten, 800 Quadratmeter großen Areal zwischen Museum Abteiberg und der Citykirche am Alten Markt will der zukünftige Investor Wohnungen, Dienstleistungseinheiten und ein Café errichten.

Vorher muss das Gebäudeensemble des ehemaligen Jugendheims (City-Center-Club) der Hauptpfarre St. Mariae Himmelfahrt abgerissen werden. Das steht seit sechs Jahren leer. Die Pfarre musste sich Anfang 2007 von der Immobilie trennen. Mehr als 200 000 Euro hätten für Brandschutz und aufwändige Umbauarbeiten investiert werden müssen. Das konnte die Pfarre nicht leisten. Haupthaus und Anbauten sind inzwischen zur hässlichen Ruine verkommen. Ein Schandfleck mitten im historischen Zentrum zwischen Rathaus, Museum Abteiberg und Citykirche.

"Burkhard Schrammen hat die Jury überzeugt", sagt Rolf Theißen, Geschäftsbereichsleiter für Immobilien, Verwaltung und Entwicklung bei der EWMG. Jetzt müsse der Architekt noch kleinere Veränderungswünsche in seine Planungen einbauen, "dann wird der Aufsichtsrat im März den Verkauf des Grundstücks und der Immobilien an den Investor beschließen".

Burkhard Schrammen sitzt derzeit über der Feinplanung. "Ich gehe davon aus, dass wir Mitte des Jahres Planungsrecht haben, dann kann der Abriss der alten Gebäude Anfang 2014 beginnen", sagt er. In der Hauptsache entstehen in der modernen Architektur Wohnungen. "Die schönsten, die Gladbach zu bieten hat", sagt Schrammen. Selbstverständlich barrierefrei und auf allermodernstem Stand.

Zusätzlich wird Raum für Dienstleistungen entstehen. "Ich kann mir an der Stelle durchaus eine Galerie vorstellen — in unmittelbarer Nähe zum Museum Abteiberg." Außerdem plant er ein Café zur Abteistraße hin. Das entspricht dem ausdrücklichen Wunsch der Stadt, die an dieser Stelle gern eine Art Platz sähe — mit einer ansprechenden Außengastronomie. Dafür hatte sich auch die Leitung des Museums ausgesprochen.

Der Investor darf zur Krichelstraße hin zwei- bis dreigeschossig, zur Abteistraße maximal zweigeschossig bauen. Von dort aus wäre eine Tiefgarage denkbar. Krichel- und Abteistraße sollen weiterhin durch eine Treppe verbunden sein, und der Fußgängersteg von der Krichelstraße auf die Platte des Museums Abteiberg muss erhalten bleiben.

(RP)
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