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Mönchengladbach: Abi-Bälle 2013: Frühzeitig planen

Mönchengladbach : Abi-Bälle 2013: Frühzeitig planen

Abiturfeier, Partys in der Altstadt, Motto-Shirts – das alles haben schon unzählige Abiturjahrgänge geleistet. Doch in diesem Schuljahr wird alles größer durch den Doppeljahrgang. Das wirft Probleme auf. Denn Veranstaltungsräume mit ausreichenden Kapazitäten sind knapp.

Abiturfeier, Partys in der Altstadt, Motto-Shirts — das alles haben schon unzählige Abiturjahrgänge geleistet. Doch in diesem Schuljahr wird alles größer durch den Doppeljahrgang. Das wirft Probleme auf. Denn Veranstaltungsräume mit ausreichenden Kapazitäten sind knapp.

In einer Woche beginnt in Nordrhein-Westfalen das neue Schuljahr. Für den doppelten Abiturjahrgang wird es spannend. Auch wenn eigentlich das Lernen und die Abiturklausuren im Vordergrund stehen sollten — die Planung der Abiturfeier und des Drumherums nimmt mindestens genauso viel Zeit in Anspruch. Durch die Größe der Doppeljahrgänge stehen die Schüler vor ungeahnten Problemen. Die Planung Abiturfeier wird zur Ausnahmesituation.

Nur Platz im Kunstwerk

Der jetzige Abiturjahrgang des Hugo-Junkers-Gymnasiums besteht aus etwa 140 Leuten — das sind doppelt so viele Schüler wie im letzten Jahr. Doch Laura Steeger, Stufensprecherin der Jahrgangsstufe 13 am Hugo-Junkers, sagt: "Im Vergleich zu anderen Doppeljahrgängen ist das noch recht klein." An anderen Gymnasien sind 200 und mehr Schüler in einer Jahrgangsstufe keine Seltenheit. In Mönchengladbach bedeutet das allerdings, vor einem Problem zu stehen. Denn mit einem Doppeljahrgang dezimiert sich die Zahl der möglichen Veranstaltungsorte für den Abiturball schlagartig auf eins. Nur das Kunstwerk in Wickrath hat genügend Kapazitäten für Schüler und ihre drei bis vier Begleiter. Die Kaiser-Friedrich-Halle, sonst beliebter Ort für derartige Veranstaltungen, ist zu klein. Das Haus Erholung bietet gerade einmal Platz für 200 Personen.

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Laura Steeger und ihre Stufe haben frühzeitig einen Termin im Kunstwerk reservieren können. Das machte nur die gute Organisation im Vorfeld möglich. Schon der elften Klasse gründete die Stufe Komitees, um die Planung von Abi-Partys und -Zeitung, T-Shirts und vielen anderen Sachen auf eine möglichst große Menge von Personen umzulegen. "Bei 140 Leuten muss man die Verantwortung für bestimmte Themen einfach auf eine kleine Gruppe von Schülern übertragen. Wenn nämlich jeder etwas beisteuern will, gibt es Chaos", weiß Abiturientin Laura Steeger. Extrem wird es dann kurz vor der Abiturfeier selbst. An manchen Schulen stellt schon die Sitzordnung im Festsaal eine Zerreißprobe für die ganze Stufe dar. Einladungskarten, Dekoration, Musik — der Teufel steckt im Detail. Bis dahin bleiben den Abiturienten noch ein paar Monate Zeit. Bisher läuft alles glatt. Das Geld für die Miete des Kunstwerks hat die Jahrgangsstufe schon zusammen. Seit Beginn der zwölften Klasse zahlen alle Schüler 120 Euro in eine gemeinsame Kasse ein - entweder direkt komplett oder in Raten. Dazu verkauft die Stufe in den Pausen Waffeln an jüngere Schüler am "Hugo" fast schon eine Tradition — schmiert bei Veranstaltungen Brötchen oder verdient Geld mit Abi-Partys in der Altstadt. Besonderes Glück für den Jahrgang: Von der Studienfahrt nach Massa, Toscana, ist ein Teil des eingeplanten Geldes übrig geblieben. Auch dieses Geld wanderte zurück in die Abi-Kasse. Doch auch in einem gut organisierten Doppeljahrgang sieht nicht immer alles rosig aus. Es sei durchaus schwer, mit jedem Kontakt aufzunehmen, findet die Stufensprecherin. Bei 140 Leuten nicht verwunderlich — schließlich haben längst nicht alle die gleichen Kurse und sehen sich häufig. Auch die Altersstruktur macht es nicht immer einfach. Einige Schüler sind schon 21 Jahre alt, während andere gerade 17 geworden sind. Da kommen schon mal unterschiedliche Vorstellungen auf. Trotzdem ist Laura zuversichtlich für das letzte Schuljahr: "Besonders die Studienfahrt, die wir im Gegensatz zu anderen Schulen alle zusammen gemacht haben, hat mir gezeigt, dass alle miteinander klarkommen und sich auch jeder in der Stufe wohlfühlt." Bei so viel Planungseifer und gutem Klima kann ja nicht mehr viel schief gehen — jetzt bitte nur das Lernen nicht vergessen.

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(ansc)