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Mönchengladbach: 98,9 Prozent für Norbert Post

Mönchengladbach : 98,9 Prozent für Norbert Post

Die CDU schickt den 56-Jährigen mit einem beeindruckenden Ergebnis in den Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers unterstützte seinen Parteifreund mit einer leidenschaftlichen Rede. Post skizzierte die Eckpunkte seines Wahlprogramms.

Wer einen solchen Wahlkämpfer hinter sich weiß, darf sich glücklich schätzen. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers kam zwar wegen einer Kabinettssitzung zur Bankenkrise eine Stunde zu spät, riss die knapp 400 Besucher — außer den stimmberechtigten Mitgliedern kamen knapp 100 Gäste — in der Rheydter Stadthalle aber mit seinem leidenschaftlichen Vortrag sofort mit. In freier Rede schlug Rüttgers mit leichter Hand den Bogen von der Weltpolitik ("Ich gestehe offen: Auch ich begreife die Bankenkrise nicht") über die Landespolitik ("Nordrhein-Westfalen hat das modernste Bildungssystem in Deutschland") zur Kandidatur Norbert Posts.

"Er kümmert sich"

Er könne nun wirklich nicht zu jeder Aufstellung eines CDU-Oberbürgermeisterkandidaten gehen. In diesem Falle sei dies jedoch keine Frage gewesen, so Rüttgers. "Ich bin mit Norbert Post befreundet und weiß: Auf sein Wort ist Verlass." Mönchengladbach brauche einen Mann, der wisse, was die Leute bewegt. "Ich weiß aus seiner Arbeit im Landtag: Er kann zuhören, will Dinge verstehen und kümmert sich dann", so der Ministerpräsident. Rüttgers war in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Mönchengladbach — und kommt schon heute ein weiteres Mal: zum Länderspiel in den Borussia-Park.

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Ein weiterer Besuch ist fest eingeplant. Er wolle im Sommer in Mönchengladbach von einem Oberbürgermeister Norbert Post begrüßt werden, sagte Rüttgers. An die Zuhörer im Saal gewandt sagte er: "Ihr seid verantwortlich dafür, dass das klappt."

Norbert Post machte schon im ersten Satz seiner Rede klar, worum es am gestrigen Abend ging: "Ich stehe hier, weil ich Oberbürgermeister dieser Stadt werden will." Der Oberbürgermeister müsse von der stärksten Fraktion gestellt werden, sonst komme es zu Blockaden. Bei der Wahl im Juni gehe es auch darum, ein Linksbündnis zu verhindern. Die Stadt stehe vor großen Herausforderungen. "Aber ich sehe keine Stadt der Probleme, ich sehe eine Stadt der Chancen." Als Kernthemen des Wahlprogramms definierte Post die Bereiche Familie, Bildung und Wirtschaft. Die städtischen Gesellschaften sollten enger zusammenrücken. "Politik ist für mich kein Budenzauber, sondern harte, ehrliche Arbeit", so Post in Anspielung auf seinen Kontrahenten Norbert Bude (SPD).

Drei Gegenstimmen, neun Enthaltungen und 275 Ja-Stimmen. Als dieses Ergebnis um 21.43 Uhr fest stand, gehörten Posts Frau Uschi, seine Söhne Matthias und Andreas und Rüttgers zu den ersten Gratulanten. Auf der Bühne hielten die Ratsmitglieder und Ortsverbandsvorsitzenden ein Riesenbanner mit der Aufschrift "Einer für alle. Alle für einen" hoch.

(RP)