Mönchengladbach: 9,55 Millionen Euro für neue Sportplätze

Mönchengladbach: 9,55 Millionen Euro für neue Sportplätze

Der Sportausschuss hat gestern die geplanten Investitionen in Außensportanlagen abgesegnet. Das Geld soll bis 2021 fließen. Allein 4,6 Millionen Euro sind für den Umbau des RSV-Stadions gedacht, das künftig Campus-Park heißen wird.

Die Stadt investiert in die Zukunft ihrer Sportstätten. Rund 9,55 Millionen Euro werden in den kommenden vier Jahren in die Außensportanlagen investiert. Das hat gestern Abend der Sportausschuss beschlossen. Damit fließen im Zeitraum 2009 bis 2021 insgesamt rund 20 Millionen Euro in neue Kunstrasenplätze und den Neu- und Umbauten von Sportstätten.

Den größten Anteil verschlingt der Umbau des alten RSV-Stadions am Jahnplatz. "Dort werden wir insgesamt 4,6 Millionen Euro investieren, gleichzeitig entstehen zwei neue Kunstrasenplätze", sagt Harald Weuthen, der Leiter des Schul- und Sportamtes. "Glücklicherweise erhalten wir derzeit viele Gelder vom Bund. Das versetzt uns in die Lage, diese Maßnahmen umzusetzen." Am Ende des Planungszeitraums im Jahr 2021 werden insgesamt 24 neue Groß- und fünf Jugendspielfelder entstanden sein. "Das ist für eine Stadt, die sich in der Haushaltskonsolidierung befindet, schon beachtlich", bemerkt Weuthen.

Bereits im Mai hatte die Verwaltung einen Sachstandsbericht vorgelegt, darin fehlte allerdings noch eine Priorisierung der geplanten Einzelmaßnahmen. Diese wurde nach einer Prüfung nun vorgenommen: Zuerst soll im kommenden Jahr für rund 730.000 Euro ein neuer Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Hehn entstehen. Der Verein DJK Hehn wird sich nicht nur mit 100.000 Euro an den Baukosten beteiligen, sondern den Neubau auch selbst bewältigen.

Zudem beginnen im kommenden Jahr die Arbeiten am RSV-Stadion, welche laut Weuthen 2020 abgeschlossen sein sollen. Weitere Gelder fließen in die Erneuerung des Ascheplatzes am Stapper Weg sowie einen Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage Hardt.

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2019 folgen dann Neu- und Umbaumaßnahmen an den Sportanlagen Schlossstraße und Rönneter. An der Schlossstraße wurde bei Bodenanalysen festgestellt, dass der Untergrund aus Schlacke besteht und entsprechend wasserempfindlich ist. Hier soll eine entsprechende Drainage gelegt werden, um die Tragfähigkeit des Untergrunds zu erhalten. Anschließend wird für den SV 08 Rheydt ein neuer Kunstrasenplatz gebaut.

Die Sportanlage Rönneter soll künftig als Sportzentrum im Nordwesten Mönchengladbachs dienen. Hier wird nicht nur ein neuer Kunstrasenplatz entstehen, sondern auch über einen Neubau der Umkleidekabinen nachgedacht, um eine höhere Auslastung der Sportanlage gewährleisten zu können. Grün-Weiß Holt beteiligt sich mit 100.000 Euro an den Kosten.

Im Jahr 2020 sollen dann auch die Sportler des SV Rot-Weiß Venn einen Kunstrasenplatz erhalten. Ursprünglich war für diese Sportanlage lediglich die Sanierung des Rasenplatzes vorgesehen. Doch vereinsintern sprach man sich dafür aus, den Rasen- durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen. Bis 2019 wollen die Vereinsverantwortlichen nun ebenfalls 100.000 Euro auftreiben, um sich an den Kosten beteiligen zu können.

Den Abschluss bildet schließlich eine Investition in Höhe von 1,7 Millionen Euro in die Modernisierung der Ernst-Reuter-Sportanlage, wo der 1. FC Mönchengladbach beheimatet ist. Hier entstehen ab 2021 ein weiterer Kunstrasenplatz, ein Mini-Spielfeld aus demselben Material und ein umlaufender, beleuchteter Weg, der als Laufstrecke genutzt werden kann.

(p-m)