Mönchengladbach 7000 Unterschriften für Gymnasium Rheindahlen

Mönchengladbach · 6300 Unterschriften hat Armin Bruder gestern gezählt. "Aber es sind noch Listen in Umlauf", sagt der stellvertretende Schulleiter des Rheindahlener Gymnasiums. "Wir rechnen damit, dass wir die 7000 voll kriegen."

Schüler, Lehrer und Eltern der Schule haben sich gewehrt. Und zwar gegen die Forderung der Mönchengladbacher Initiative Gesamtschule (MIGS), am Standort des Schulzentrums an der Geusenstraße eine sechste Gesamtschule einzurichten. Das hatte zu erheblichen Verunsicherungen geführt. Eltern hatten Angst, ihre inder an der Katholischen Hauptschule oder dem benachbarten Gymnasium anzumelden. Der Schulfrieden war gestört.

"Unsere Schüler haben sich aber nicht unterkriegen lassen", sagt Armin Bruder. Sie sind mit den Unterschriftenlisten losgezogen, haben mit Passanten diskutiert und sie davon überzeugt, wie wichtig der Erhalt des Gymnasiums ist." Offenbar mit Erfolg. Die Zahl der Unterschriften spricht für sich. Heute kommt Oberbürgermeister Norbert Bude in die Schule. Die Schüler haben das Angebot "Miete den OB" genutzt und ihn eingeladen. Sie werden ihm bei der Gelegenheit die Listen überreichen.

Damit werden die Schuldiskussionen natürlich nicht vom Tisch sein. Denn klar ist: In Mönchengladbach gibt es zu viele Gymnasien und Hauptschulen. Im Herbst will die Verwaltung einen Schulentwicklungsplan für die Sekundarstufe I vorlegen. Und diese Ergebnisse will auch die SPD, Verfechter der Gesamtschule, abwarten. Die Rheindahlener vertrauen darauf, dass ihr Schulzentrum nicht betroffen sein wird. Ihr Argument: In Rheindahlen gibt es nur ein Gymnasium für einen riesigen Einzugsbereich. An anderen Stellen der Stadt befinden sich gleich mehrere auf engem Raum.

(RP)
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