28 Männer erhielten in Mönchengladbach ihre Zeugnisse von der Innung

Mönchengladbach : 28 neue Anlagenmechaniker

Die Innung sprach die erfolgreichen Männer los. Jetzt starten sie in den Beruf.

Günther Kloeters vom Gesellenprüfungsausschuss krempelte nicht nur symbolisch die Ärmel hoch: Denn jetzt geht es für 28 junge Gesellen des Sanitär-Heizungs- und Klimatechnik-Handwerks beruflich richtig los. Am Freitagabend erlebten sie in einem feierlichen Rahmen die traditionelle Lossprechung der Innung und erhielten ihre Abschlusszeugnisse. „Seid stolz auf das, was Ihr erreicht habt“, rief Obermeister Thorsten Caspers den jungen Männern zu.

108 Auszubildende über alle Lehrjahre verzeichnet die Innung derzeit, die in 54 Betrieben in Mönchengladbach ausgebildet werden. Insgesamt gibt es 168 Betriebe aus dem Gewerk Heizung-Sanitär-Klimatechnik, 115 sind Innungsmitglieder. Nachwuchssorgen hat Obermeister Caspers derzeit keine: In den letzten drei Jahren sei eine positive Entwicklung von konstant steigenden Zahlen der Auszubildenden zu vermerken. Aber die Innung habe auch viel dafür getan: „Wir sind viel in Schulen unterwegs und veranstalten Azubi-Rallys.“ Und: sie macht die Veränderung des Berufs nach außen sichtbar. Denn was früher noch unter Klempner, später dann als Installateur bezeichnet wurde, nennt sich nun „Anlagenmechaniker“, und der benötigt eine Menge Fachwissen, um die elektronisch gesteuerten Geräte warten und installieren zu können.

Timo Seelen, 25 Jahre jung, ist einer der frischgebackenen Gesellen. Nach dem Fachabitur hat er in die Informatik hineingeschnuppert, bevor er sich für die Anlagemechanik entschied. Die Informatik kommt ihm jetzt zugute. Sein Ausbildungsbetrieb Rupp GmbH hat ihn bereits übernommen. Der Anlagenmechaniker ist „ein vielseitiger Beruf mit Zukunft, in dem man immer wieder Neues lernt“, sagt Seelen. Sich auch mal die Hände schmutzig zu machen, damit hat Seelen kein Problem. Seine Freunde finden seinen Beruf toll: „Wenn was undicht ist, komm ich vorbei“, erzählt er lachend.

Nico Rosen ist 21 Jahre jung. Er hat seine Ausbildung bei der Sieben GmbH absolviert, und auch er ist bereits in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen worden. „Wenn man sich vernünftig anstellt, klappt es auch“, sagt Rosen. Sein Chef René Naaf ist stolz auf ihn. „Er fährt seine Termine komplett allein“.

Es müsse auch menschlich passen, meint Naaf. In den drei Jahren erlebe man mit, wie sich ein Jugendlicher zu einem jungen Mann entwickle. „Man prägt einen Menschen immer auch ein wenig mit.“

Drei junge Gesellen wurden besonders geehrt: Johannes Breuer erhielt den Heinrich-Schmidt-Preis in Höhe von 500 Euro, Alban Sejdin bekam den Innungspreis und Marcel Fedder einen Sachpreis.

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