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Mönchengladbach: 25- bis 40-Jährige: Geringe Chancen auf Wohneigentum

Mönchengladbach : 25- bis 40-Jährige: Geringe Chancen auf Wohneigentum

Vom Einfamilienhaus bis zur Eigentumswohnung - in Mönchengladbach gibt es rund 49.000 Wohnungen, für die keine Miete bezahlt werden muss. Denn ihre Eigentümer nutzen sie selbst. Die Wohneigentumsquote in Mönchengladbach liegt damit bei rund 39 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Regional-Untersuchung zum Wohneigentum hervor, die das Pestel-Institut in Hannover gemacht hat. Zum Vergleich: Im bundesweiten Durchschnitt liegt die Eigentumsquote bei knapp 45 Prozent.

Deshalb sieht das Pestel-Institut beim Wohneigentum in Mönchengladbach "noch Luft nach oben". Denn es gebe eine neue "Verlierer-Generation": "Insbesondere die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten. Immer mehr von ihnen sind gezwungen, zur Miete zu wohnen. Dabei gehören gerade die Jobstarter und Familiengründer eigentlich zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau", sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther.

Immerhin handele es sich bei den Mittzwanzigern bis Enddreißigern um eine starke Bevölkerungsgruppe: Rund 48.400 Menschen dieser Altersgruppe leben in Gladbach. Ihre Chance auf Wohneigentum sei stark gesunken: "Bei den 25- bis 40-Jährigen ist die Eigentumsquote innerhalb von zwölf Jahren um 8,7 Prozent zurückgegangen", sagt Günther, unter Berufung auf Zahlen aus dem neuesten Mikrozensus.

Gründe für fehlende gute Bedingungen für eine solide Finanzierung seien eine Vielzahl an befristeten Jobs und mangelnde staatliche Unterstützung für Wohneigentum, so Günther. Mit der Abschaffung der Eigenheimzulage sei die letzte Förderung von Wohneigentum in Deutschland faktisch eingestellt worden. Genau das sei für die Initiative "Wohn-Perspektive Eigentum" ein entscheidender Grund, Bund und Länder zu einer "politischen Kehrtwende pro Wohneigentum" aufzufordern. Die Initiative, die das Pestel-Institut mit der Regional-Untersuchung beauftragt hat, appelliert an Bundestagsabgeordnete, den Wunsch der Bevölkerung nach Wohneigentum ernst zu nehmen. Mehr Infos unter www.wohn-perspektive-eigentum.de.

(RP)