Warnstreiks der IG Metall: 2000 Beschäftigte streiken für Lohnplus

Warnstreiks der IG Metall : 2000 Beschäftigte streiken für Lohnplus

Mit Trillerpfeifen, Rasseln und klaren Forderungen zogen rund 2000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie am Dienstagmorgen bei einem Warnstreik durch die Rheydter Innenstadt. Ihr Ziel: 6,5 Prozent mehr Lohn.

Die Trillerpfeifen waren durch die ganze Rheydter Innenstadt zu hören. So lautstark verschafften sich die rund 2000 Arbeiter aus der Metall- und Elektroindustrie bei einem Warnstreik der IG Metall am Dienstagmorgen Gehör und protestierten gegen das Tarifangebot der Metallarbeitgeber. Sie beteiligten sich damit an einer landesweiten Warnstreik-Aktion, an der vom 3. bis zum 9. Mai mehrere Zehntausend Metaller teilnehmen sollen.

Ihre Ziele formulierten die Streikenden klar auf Transparenten und Bannern: 6,5 Prozent mehr Lohn, faire Bedingungen für Leiharbeiter und unbefristete Übernahmeangebote von Seiten der Arbeitgeber. Christian Iwanowski, verantwortlich für Industrielle Dienstleistungen und Leiharbeit bei der IG Metall Düsseldorf, lobte die enorm hohe Beteiligung an dem Warnstreik und die gute Stimmung. Für diese sorgte vor allem die IG Metall Jugend, die den Streik-Zug anführte. Mit regelmäßigen Sitzblockaden, bei denen sie die sonst aus dem Fußball bekannte Humba anstimmten, sorgten sie für zusätzliche Aufmerkamkeit und blockierten unter anderem die Kreuzung Stresemannstraße/Gracht für mehrere Minuten.

In Mönchengladbach legten Beschäftigte der Betriebe Scheidt & Bachmann, SMS Meer, Schorch, Nexans, Alstom, Aker Wirth, Fuchs, Driescher, Ungricht, Monforts, Sempell, Trützschler und Pierburg ihre Arbeit nieder und zogen in einem Protestzug vom Gewerkschaftshaus an der Rheydter Straße bis zum Marktplatz in Rheydt. Zuletzt hatte es im Jahr 2008 einen Warnstreik der IG Metall in der Stadt gegeben.

Mit den Warnstreiks wollen die Beschäftigten den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen nochmals erhöhen. Metallarbeitgeber und Gewerkschaft kommen in NRW am 11. Mai erneut zu Gesprächen zusammen. Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine Einkommenssteigerung von 3 Prozent angeboten. "Nicht nachgeben" und "hart bleiben" war daher die übergeordnete Botschaft an die Verhandelnden.

(ape/top)