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Mönchengladbach: 125 neue Flüchtlinge: Stadt sichtet Containerstandorte

Mönchengladbach : 125 neue Flüchtlinge: Stadt sichtet Containerstandorte

Im Sommer kalkulierte die Stadt mit 150 weiteren Flüchtlingen bis zum Jahresende und hatte schon reichlich Mühe, für diese Menschen geeigneten Raum zu schaffen. Inzwischen ist klar, dass allein im Oktober 125 Asylsuchende in Mönchengladbach ankommen.

Auch die kurzerhand geschaffenen Kapazitäten sind nun schon wieder ausgeschöpft: "Nach jetzigem Stand werden Ende Oktober alle Plätze, die wir zuletzt eingerichtet haben, belegt sein", sagt Dr. Gert Fischer, der als kommissarischer Sozialdezernent bei der Stadt für das Thema zuständig ist. Weitere Flüchtlinge werden dann wohl erst in Hotels untergebracht.

Parallel intensiviert die Stadt ihre Bemühungen um Container, die sie leihen oder kaufen will. Die haben, so versichert Fischer, einen ausreichend hohen Standard, um darin Menschen angemessen für einige Monate leben lassen zu können. Es ist auch trotz des großen Bedarfs - denn auch andere Städte sind auf der Suche nach Übergangslösungen - kein Problem, Container zu bekommen.

Bloß braucht es für diese geeignete Standorte. Und das ist gar nicht so einfach. Zwar gibt es genug städtische Grundstücke, auf denen die nötige Fläche frei ist. Doch einerseits sollen die Flüchtlinge möglichst gut in die Stadt integriert werden.

"Eine Unterkunft weit ab von der Innenstadt und ohne Bushaltestelle in der Nähe ist nicht sinnvoll", sagt Fischer. Andererseits will die Stadt vermeiden, dass unmittelbar neben einem der Flüchtlingsheime nun auch noch Container aufgestellt werden.

Im nächsten Sozialsausschuss am 18. November wird Fischer berichten, wo die Container Anfang des Jahres aufgestellt werden sollen und wie teuer sie sind.

"Wir betreiben im Moment permanentes Krisenmanagement. Wie die Lage in ein paar Wochen ist, kann heute niemand seriös prognostizieren", sagt der Dezernent. Bislang geht die Stadt davon aus, dass sie in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro mehr als ursprünglich kalkuliert für die Unterbringung der Asylbewerber ausgeben muss.

Hier geht es zur Infostrecke: So viele Flüchtlinge mussten die Städte 2014 neu aufnehmen

(RP)