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Zukunft in Mettmann: Die Stadtbibliothek bittet zum Roboter-Workshop.

Zukunft in Mettmann : Die Stadtbibliothek bittet zum Roboter-Workshop

Sieben Robotics-Kits warten auf Tüftler, die Bausteine, Motoren und Sensoren verbinden und die Steuerung programmieren.

Die Kiste ist gefüllt mit unzähligen Kleinteilen. Kaum zu glauben, was daraus einmal entstehen kann. „Es ist eine Kiste voller Möglichkeiten“, sagt Kari Jackson-Klönther, Vorsitzende des Freundeskreises Stadtbibliothek Mettmann. Die Rede ist vom Lego-Spike-Prime-Robotics-Kit, der neusten Version dieses Robotics-Kits, das Bausteine, aber auch Motoren und Sensoren beinhaltet, um kreativ Roboter bauen und anschließend programmieren zu können. Insgesamt sieben dieser Robotics-Kits konnte die Stadtbibliothek anschaffen und stellt diese nun für alle Technik- und Tüftelfreunde in ihren Räumen zur Verfügung.

„Man kann mit so einem Kit seinen Samstagnachmittag hier verbringen“, meint Kari Jackson-Klönther. Für all jene, die noch nie einen Roboter eigenhändig zusammengebaut haben, werden sieben Einführungskurse angeboten. Drei Aufbaukurse intensivieren das Wissen und die Arbeit mit den Kits. Teilnehmen können alle Altersgruppen. Sogar Grundschulkinder können einen Roboter bauen und programmieren. „Man braucht nicht lesen zu können, es reicht, wenn man Zahlen und Symbole versteht“, erklärt Marc Bertram, Geschäftsführer der Codingschule junior, die die Kurse in der Bibliothek durchführen wird.

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Gebaut werden können fahrbare Roboter, aber auch Industriemaschinen, die etwas sortieren und transportieren können. „Oder eine Zeichenmaschine, in die man einen Stift einspannen kann“, so Marc Bertram. Es gibt fertige Bauanleitungen, aber es kann auch frei mit den Kits gearbeitet werden. Programmiert werden die Roboter anschließend mit den iPads, die bereits vor einigen Jahren im Rahmen eines iPad-Projektes angeschafft wurden.

„So bauen wir aufeinander auf“, sagt Kari Jackson-Klönther. Schon die iPads wurden von der Stiftung Habris gefördert, die nun auch das Robotics-Projekt ermöglicht hat. „Hier werden Anreize gegeben, damit auch Jugendliche sehen, in der Bibliothek gibt es mehr als Bücher“, lobt Stiftungsvorstand Dr. Stefan Weiss das Engagement der Stadtbibliothek. Das Robotics-Projekt erweitert das Programm „Treffpunkt Bibliothek“ um einen besonders interessanten Bereich, der nicht nur sehr viel Spaß macht, sondern verschiedene Kompetenzen fördert. „Schon das Zusammenbauen fördert die Arbeit im Team“, erklärt Marc Bertram. Logisches Denken, feinmotorische Fähigkeiten werden gefördert und die Scheu vor dem Programmieren genommen.

„Es beginnt mit dem Programmieren mit einfachen Symbolen, man kann auch mit mehr Text arbeiten bis hin zur professionellen Programmierung“, erklärt Bertram. Niemand wird hier über- oder unterfordert. „Es ist gut, dass diese Kits nun in der Bibliothek für alle zugänglich sind“, sagt Bürgermeisterin Sandra Pietschmann.