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Zukunft der Stadthalle in Mettmann

Was passiert mit der Neandertalhalle? : Stadthalle: Entscheidung im nächsten Jahr

Die Fraktionen im Hauptausschuss haben sich darauf geeinigt, dass die Verwaltung eine Alternativplanung entwirft.

Das Thema „Neandertalhalle“ stand mal wieder auf der Tagesordnung des Mettmanner Haupt- und Finanzausschusses. Diesmal hatten gleich drei Fraktionen Anträge zur Zukunft der Stadthalle gestellt.

Die FDP will endlich eine klare Entscheidung und das Thema zu einem Ende führen: Die Neandertalhalle soll bis zur Neuordnung der Kultur- und Bildungslandschaft mit Wirkung vom 30. Juni 2019 geschlossen werden.  Von der Verwaltung sei bislang kein belastbares Konzept zur Zukunft der Neandertalhalle vorgelegt worden. Die jährliche Belastung des Haushalts von 440.000 Euro (Fixkosten und Abschreibung) sei zu hoch, deshalb sollte man die Halle schließen.

So einfach gehe das nicht, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Richard Bley: Ohne eine Alternative dürfe man die Stadthalle nicht schließen. „Dann haben wir in Mettmann überhaupt keinen Veranstaltungsraum in dieser Größenordnung mehr“. Außerdem müsse man abwarten, wie die Entscheidung zum Denkmalschutz ausfällt. Sollte der Bauminister die Denkmalwürdigkeit sehen, dann habe man eh keine Chance, die Halle durch einen Neubau zu ersetzen.

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Bley: „Auch der Antrag der Grünen, die Sanierung der Stadthalle nicht weiter zu verfolgen, geht ins Leere. Wie gesagt, der Denkmalschutz muss beachtet werden.

Heike Ogan (Grüne) forderte auerdem, dass die Stadt keine neuen Veranstaltungsverpflichtungen abschließe und die Verträge auslaufen. Vielmehr soll die Verwaltung beauftragt werden, die Option eines multifunktionalen Bürgerzentrums an dieser Stelle zu verfolgen.

Schließlich einigten sich die Fraktionen auf einen Kompromiss, den die CDU-Fraktion mit ihren Antrag vorbereitet hatte. Im kommenden Jahr soll eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Neandertalhalle getroffen werden.

Beschlossen wurde außerdem, dass Veranstaltungsbuchungen über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinaus nicht mehr vorgenommen werden dürfen.

Einstimmig wurde ein leicht abgeänderter Prüfauftrag der CDU verabschiedet. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, unter der Maßgabe „Errichtung eines Bürgerzentrums / Kulturzentrums“ das Areal der Neandertalhalle sowie des Mehrgenerationenhauses komplett zu überplanen. Dabei sollen auch angrenzende Grundstücke, die sich derzeit nicht im Besitz der Stadt befinden, in die Planung mit einbezogen werden. Ein Teil- oder Komplettabriss des Gebäudebestandes soll bei den Planungen als Variante aufgenommen werden.

Folgende Grundziele sollen bei allen Überlegungen und Planungen berücksichtigt werden:

1. Mettmann braucht eine zentrale und multifunktionale Versammlungsstätte für 500 bis 600 Personen – vorzugsweise am jetzigen Standort.

2. Es soll geprüft werden, inwieweit die Stadtbibliothek, das Mehrgenerationenhaus, das Bürgerbüro und/oder die Musikschule integriert werden können.

3. Unter Einbeziehung der Eigentümer der angrenzenden Grundstücke und Immobilien soll auch die Möglichkeit einer Wohn- und Geschäftsbebauung erörtert werden.

4. Die Verwaltung soll Wege aufzeigen, wie unter Berücksichtigung einer offenen Überplanung ein Investor gefunden werden kann.

5. Die Verwaltung soll prüfen, ob ein Bürgerzentrum / Kulturzentrum nicht auch am Standort Real- /Gesamtschule errichtet werden kann.

Im vergangenen Jahr hatte die Politik mehrheitlich eine Sanierung der Neandertalhalle beschlossen.

Doch nachdem feststeht, dass die Sanierungskosten rund 8 Millionen Euro betragen werden, hat sich die Meinung zum Erhalt der Halle geändert.