Wülfrath Wülfrath macht sich fit

Wülfrath · Beim Gesundheitstag am 9. September präsentieren sich 50 Akteure in der Hauptschule Wolverothe. Der Turnerbund sorgt für die Stärkung der Besucher.

 Wer seine Rückenmuskulatur überprüfen will, ist am Messgerät der AOK richtig. Danach gibt es Tipps für gezielte Übungen.

Wer seine Rückenmuskulatur überprüfen will, ist am Messgerät der AOK richtig. Danach gibt es Tipps für gezielte Übungen.

Foto: Achu

Das Motto beim 2. Gesundheitstag am 9. September lautet "Wülfrath bewegt sich". In der Hauptschule Wolverothe präsentieren sich sechs Stunden lang 50 Akteure mit Angeboten von A wie Altenhilfe, B wie Bewegung, S wie Stressabbau bis Z wie Zuhören. Heilpraktikerinnen, Krankenkassen, Physiotherapeuten, Optiker, Selbsthilfegruppen und viele mehr informieren. Einige Teilnehmer stellten ihr Programm gestern vor.

 Ulrich Mairose spricht über Herz- und Kreislauferkrankungen.

Ulrich Mairose spricht über Herz- und Kreislauferkrankungen.

Foto: Hüskes, Achim

Wohnberatung für Ältere

Die Pflege- und Wohnberatung der Stadt legt ihren Schwerpunkt auf Wohnraumanpassung im Alter. Da geht es um Läufer, die als Stolperfallen drohen, und fehlende Haltegriffe in Badezimmern. Die AOK will helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen. Ein Messgerät checkt die Muskulatur. Dem Ergebnis entsprechend werden Übungen empfohlen. Am Stand der Bergischen Diakonie Aprath werden Möglichkeiten musiktherapeutischer Entspannung aufgezeigt. Die Hospizgruppe zeigt Wege der Begleitung auf, informiert über das Palliativnetzwerk und versucht neue ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen.

BKK Essanelle bietet Stress-Messung an. Wer sich testen lässt, erfährt, wie fähig er ist, zu entspannen. Die Werte werden in Relation zum "Durchschnittsmenschen" gesetzt. Leuchtet die Ampel orange oder rot, wird ein Arztbesuch empfohlen, weil ein Burnout droht.

Die zehn Wülfrather Heilpraktikerinnen bieten Vorträge zur Gewichtsreduzierung und dazu, wie mehr Gelassenheit erreicht werden kann. Wie Wickel bei chronischen Erkrankungen, Fußreflexmassage und Pflanzenheilkunde helfen kann, ist bei praktischen Beispielen zu erfahren. Am Stand des Frauenhauses wird "häusliche Gewalt" thematisiert.

Der Kreisverband der Johanniter stellt sich vor und wird insbesondere Angehörige von kranken und älteren Menschen beraten, zum Beispiel über das Notrufsystem. Die DKV informiert Eltern über Zusatzkrankenversicherungen und baut für Kinder eine Hüpfburg auf.

Der Turnerbund sorgt für Bewegung und Stärkung. Einmal durch Infos zur Beckenbodengymnastik und kleinen Alltagshilfen. Zum anderen durch Kaffee, Kuchen und einer Saftbar der Handballabteilung. Die türkische Frauengruppe Kardelen wird mit Spezialitäten ebenfalls zur Stärkung beitragen.

Dass Männer- und Frauenherzen anders ticken, ist eine Lebensweisheit. Dass ihre Herzen auch medizinisch anders schlagen, erfahren die Zuhörer bei einem Vortrag von Dr. Ulrich Mairose. Der Internist und frühere Chefarzt des Wülfrather Krankenhauses spricht über Herz- und Kreislauferkrankungen.

(RP/rl)