Wülfrath: Lukas Mutzberg ist Ehrenamtler

Uneigennützig für andere da sein : Lukas Mutzberg ist überzeugter Helfer

Seit neuen Jahren engagiert sich der 26-Jährige im DRK, auch im Katastrophenschutz. „Ich liebe, was ich tue.“

Das elfenbeinfarbene Fahrzeug im Fuhrpark des Deutschen Roten Kreuzes an der Henry-Ford II-Straße 13 ist sein „erklärter Liebling. Denn es kommt im Katastrophenschutz zum Einsatz.“ Und der ist Lukas Mutzbergs Steckenpferd. „Was im Vorfeld passiert ist, damit wir ausrücken, ist nicht schön. Aber wir haben richtig viel drauf und können richtig viel reißen“, beschreibt der 26-Jährige die Kompetenzen. „Das ist nicht nur Pflaster kleben.“

Seit neun Jahren Mitglied im DRK, ist er inzwischen „Zugführer Kreis Mettmann Einsatzeinheit 03“. Zu seinen Aufgaben gehört nicht nur die kompetente Hilfe im Notfall, er bildet auch aus. „Nur wer selbst brennt, kann Feuer weitergeben“, beschreibt er sich und seine Motivation. „Es macht Spaß, das vielseitige Konzept, auf dem das Ehrenamt im DRK basiert, zu leben und zu lehren.“ Ob er dabei ein Vorbild ist, müssen andere entscheiden.

„Ich liebe, was ich tue“, gerät der Mann, der im Brotberuf Maschinenbautechniker ist, ins Schwärmen über die diversen Aufgaben, die er als „Mädchen für alles“ übernimmt. „Es gibt so viele Möglichkeiten, sich für andere einzubringen“, beschreibt der das Portfolio vom Blutspender bis Rettungssanitäter.

Der gebürtige Velberter, der vor zwei Jahren nach Wülfrath wechselte, weil er hier den Sanitätsdienst unterstützen wollte, fand über ein Praktikum und das Jugend-Rotkreuz als 17-jähriger Schüler den Weg in sein ehrenamtliches Engagement. „Relativ schnell habe ich dann auch eine eigene Gruppe geleitet“, erinnert er sich an die Anfänge.

„Mich füllt das aus“ berichtet er über den Zusammenhalt, „das ist eine tolle Gemeinschaft, die Leute haben hier alle die gleiche Idee“, sagt er über uneigennütziges Helfen der Kameraden. „Und ich kann mich hier entfalten.“ Zusätzlich zu seinen diversen anderen Aufgaben hat er sich jetzt vorgenommen, die Öffentlichkeitsarbeit unter seine Fittiche zu nehmen. „Am liebsten spreche ich über die schönen Momente hier“, gibt er zu. Es gibt auch einiges, über das er sich ärgert. „Mangelnde Wertschätzung aus der Bevölkerung“ ist ein solches Ärgernis. „Traurig und schade“ findet er, „dass manche Leute offensichtlich nicht wissen, was wir leisten.“

Das ist nicht nur einiges, das lässt sich kaum in Zeiteinheiten beziffern. „Das Zeitpensum habe ich noch nie notiert. Warum auch?“, winkt er ab. Dass er bei Familienfeiern verspätet auftaucht oder nach Piepser-Alarm plötzlich losstürmt, ist beispielsweise für seine Eltern „vollkommen normal“. Seine Euphorie fürs Ehrenamt hat er insofern familienintern vermittelt, als dass auch sein Vater etwa ein regelmäßiger Blutspender ist. In seiner Freizeit ist Lukas Mutzbreg „gerne mit den Kumpels unterwegs“, Eishockey gucken, grillen oder Dart spielen. „Wir sind immer in Aktion.“