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Winterdienste in Mettmann, Wülfrath und Erkrath sind gerüstet

Schnee und Eis können kommen : Die Winterdienste der Städte sind gerüstet

Die Salzlager sind gefüllt und das Personal eingeteilt. Mit den wichtigen Vorbereitungen für die nasskalte Jahreszeit haben viele Städte bereits im Hochsommer begonnen und sind deshalb bestens präpariert.

Kalendarisch ist Winter, auch wenn sich das bislang nicht durch Schneefall oder entsprechende Temperaturen bemerkbar macht. Für alle Eventualitäten gerüstet sind die Winterdienste der Städte. „Die Vorbereitungen werden bereits im Hochsommer erstellt“, erklärt Angelika Dünnwald, Leiterin des Städtischen Baubetriebshofs Mettmann.

Anfang Herbst werden die Schulungen aller Mitarbeiter durchgeführt und das Salzsilo getestet und kontrolliert. Dabei wird natürlich auch der Füllstand des Silos überprüft. Es passen rund 600 Tonnen, also rund 400 Kubikmeter, in das Silo. Die Stadt ist „gut vorbereitet“, mit Einsatzleitern zwischen 40 und 50 Mitarbeitern in vierzehn Handstreubezirken beziehungsweise Schleppertouren sowie drei Großfahrzeugtouren zur Straßenräumung.

Da die Wetterwarnungen und –meldungen direkt vom Deutschen Wetterdienst an den Bauhof erfolgen, wird bei einer Gefahrenlage sogar präventiv gestreut, um etwa Blitzeis zu vermeiden. „Das führt häufig zu Unverständnis bei den Bürgern, weil dieser Hintergrund nicht bekannt ist“, erklärt die Baubetriebshofleiterin.

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Ebenso wird bei Reifglätte gestreut, weil auch diese zu Unfällen führen kann. Schnee wird erst geräumt und dann gestreut. Mit den Großfahrzeugen erfolgt dies in einem Zug. In der Regel wird Feuchtsalz in unterschiedlichen Konzentrationen, je nach Witterungslage, gestreut. Die Konzentrationen von zehn bis 30 Gramm Salz je Quadratmeter können der Solelösung beigemischt werden.

Auch diese Entscheidung wird vom Einsatzleiter je nach begutachteten Straßenverhältnissen nach den aktuell geltenden Empfehlungen getroffen. Übrigens waren es im Jahr 2019/2020 etwa 400 Tonnen, die zum Einsatz kamen. In der Saison 2018/2019 waren es fast 600 Tonnen.

Auch der Erkrather Winterdienst ist einsatzbereit und steht in den Startlöchern. Durch zwei weitere zusätzliche Ladungen Streusalz sind die Hallen nun insgesamt mit rund 550 bis 600 Tonnen Streusalz gefüllt, informiert Stadtsprecher Thomas Laxa. Genaue Angaben zum Verbrauch im Jahr 2020 kann die Stadt nicht machen, bedingt durch die milderen Winter sei allerdings ein abnehmbarer Trend im Vergleich zu den Vorjahren zu erkennen.

Streusalz kommt zum Einsatz, wenn Reifglätte, gefrierende Nässe, Schnee, Blitzeis oder Eisregen drohen. Der Erkrather Bereitschaftsdienst (werktags ab 4 Uhr, am Samstag ab 5 Uhr sowie sonn- und feiertags ab 6 Uhr) kontrolliert die Strecken regelmäßig, vor allem in den Morgenstunden.

Im Winterdienst arbeiten in Erkrath insgesamt 32 Beschäftigte in zwei Schichten à 16 Personen. Eingesetzt werden vier reine Streufahrzeuge für die Straßen, vier Traktoren plus vier Beladerfahrzeuge für die Rad- und Gehwege sowie weitere Handstreukolonnen für nur schwer erreichbare, schmale Wege, Brücken oder Treppen. Zusätzlich unterstützt eine Fremdfirma mit einem weiteren Traktor die Winterdienstarbeiten auf den Rad- und Gehwegen.

Die Stadt Erkrath ist für alle kommunalen Straßen zuständig. Kreis- und Landesstraßen werden ebenfalls übernommen, sofern es sich dabei um Ortsdurchfahrten handelt, wie beispielsweise an der Neanderstraße, an Teilen der Schimmelbuschstraße, Hochdahler Straße sowie Kreuzstraße, sagt Stadtsprecher Thomas Laxa.

„Die volle Winterdienstbereitschaft beginnt immer am 1.November und beinhaltet die zum Winterdienst umgerüsteten Fahrzeuge, Salz- und Streugutbevorratung sowie Kontrollfahrten nach Dienstvorschrift“, erklärt Sabine Drasnin aus dem Büro des Wülfrather Bürgermeisters. Da aber außerhalb dieser Zeit Glätte oder Schneefall nicht auszuschließen sind, sei der Baubetriebshof in der Lage, sofort bei entsprechenden Winterereignissen über seine allgemeine Bereitschaft Einsatzfahrten durchführen.

Die Winterdienstbereitschaft besteht vom 1. November bis zum 31. März. Hier werde in der Regel in der Zeit von 5 bis 20 Uhr, in Ausnahmefällen bis 22 Uhr, geräumt und gestreut. Die Temperatur spiele nur eine untergeordnete Rolle. Glätte und Schneefall sind auch in Wülfrath die entscheidenden Faktoren. „Die Streu und Salzvorräte sind aufgefüllt und werden auch rechtzeitig nachbestellt und geliefert“, unterstreicht Drasnin.