Wiederbelebung – Popsong gibt den Takt vor

Aktionstage im Kreis Mettmann : Wiederbelebung – ein Popsong gibt den Takt vor

Hilfsdienste geben während Aktionswoche von heute bis Sonntag Tipps zum Thema Erste Hilfe.

(arue) Kommt es zu einem Herzstillstand, muss sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen aber einige Minuten. Wenn diese Zeit durch Erstmaßnahmen, insbesondere durch eine Herzdruckmassage, überbrückt wird, verbessert sich die Überlebenschance erheblich. Unter dem Motto „Rescue ME“ beteiligt sich der Kreis deshalb auch in diesem Jahr wieder von Montag bis Sonntag, 16. bis 22. September, an der bundesweiten Aktionswoche der Wiederbelebung. An allen Aktionsorten gibt es Anleitungen und die Möglichkeit praktischer Übungen. „100 bis 120 mal pro Minute muss der Brustkorb fünf bis sechs Zentimeter eingedrückt werden“, erläutert Dr. Arne Köster, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Mettmann. Wie passend, dass in diesem Jahr ein neuer Song veröffentlicht wurde, der den passenden Rhythmus für die Herzdruckmassage liefert: „Rescue me“ von One Republic.

Aktionen sind derzeit an folgenden Orten geplant:

Erkrath-Hochdahl Edeka Frische-Center Windges, Hochdahler Markt 17, am Montag, 16. September, von 9 bis 12 Uhr.

Erkrath-Unterfeldhaus Rewe, Neuenhausplatz 74, am Dienstag, 17. September, von 9 bis 12 Uhr.

Alt-Erkrath Bavier-Center, Bavierstraße 10, am Mittwoch, 18. September, von 9 bis 12 Uhr

Mettmann Jubiläumsplatz, gemeinsame Aktion der Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann mit den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und Malterser-Hilfsdienst (MHD) am Mittwoch, 18. September, von 8 bis 13 Uhr.

Zudem wird der Kreis Mettmann künftig mit dem System „Mobile Retter“ ergänzend zum Rettungsdienst qualifizierte Ersthelfer alarmieren, die sich in der Nähe eines Patienten aufhalten und zum Notfallort eilen können. „Erfreulicherweise sind bereits mehr als 100 Anfragen von Interessenten eingegangen“, berichtet Daniela Hitzemann, Sprecherin des Kreises Mettmann. Doch selbst wenn dieses System Anfang 2020 aktiviert wird, „bleiben weitere Maßnahmen von anderen Ersthelfern und Zeugen überlebenswichtig“, betont sie. Die Infowoche sei daher eine wichtige Aktion, um Hemmschwellen abzubauen.

(RP)
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