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Mettmann: Wenige Fans beim Sommer-Biathlon

Mettmann : Wenige Fans beim Sommer-Biathlon

Der Kombinationswettbewerb von Laufen und Schießen auf dem Sportplatz im Stadtwald ist perfekt organisiert. Einzig zu wenige Teilnehmer und Zuschauer sind dabei, klagen die Veranstalter. Im nächsten Jahr gibt es eine Wiederholung mit mehr Werbung und besserem Termin.

Die Veranstaltergemeinschaft "Me-Events" ist mit großem Elan an die Organisation des 1. Sommer-Biathlons herangegangen. Alles war gut vorbereitet – leider fehlte die entsprechende Teilnehmer- und Zuschauerresonanz. "Es gibt sicherlich verschiedene Gründe, die dazu geführt haben, dass die Veranstaltung einen eher familiären Charakter hatte. Ein Grund war meines Erachtens, dass wir ein langes Wochenende mit einem so genannten Brückentag gewählt haben. Da waren viele Mettmanner unterwegs", erklärte Dirk Görfeld von "Me-Events".

Sonnenschein beim Schießen

Lutz-Werner Kreitmann, der als Besucher den Biathlon mit großem Interesse verfolgte, drückte es drastisch aus. "Die Mettmanner klagen oft, dass in der Kreisstadt nichts los ist. Findet aber ein gut organisiertes Event statt, geht kaum einer hin."

Die rund 100 Zuschauer, die auf dem Sportplatz am Stadtwald waren, fühlten sich bei strahlendem Sonnenschein sichtlich wohl und hatten ihr Kommen nicht bereut. Eröffnet wurde der Wettbewerb mit insgesamt 30 Teilnehmern mit den Staffeln. Es musste eine Distanz über drei Runden á 400 Meter gelaufen werden. Unterbrochen wurden die Laufdisziplinen jeweils nach einer 400-Meter-Runde durch das Schießen. Geschossen wurde liegend mit Lasergewehren. Im Staffelwettbewerb setzte sich das Team "4-gewinnt" mit der Formation Werner Brakonier, Sascha Brakonier, Stani Laas und Niklas Wirtz durch.

Es folgten die Teams "Vater und Sohn" sowie "A.C.M.S. Auf dem undankbaren vierten Platz landende das Quartett "vier vor zwölf." Dieses Team, das sich fein kostümiert hatte, erhielt aber bei der Siegerehrung den Kreativ-Preis. "Wir waren nicht die Besten aber die Schönsten" sagte grinsend Kapitän Andreas Feil, den alle nur "Feili" nennen. Dagegen schnappte Werner Brakonier vom Sieger-Team kräftig nach Luft. "Vor allem die Laufdisziplin war hart. Das ging ganz schön in die Beine. Das Schießen dagegen hat riesig Spaß gemacht." Er lobte Cornelius Jorg, der in ganz Deutschland Sommerbiathlons organisiert und den Schießstand zur Verfügung gestellt hatte. "Er hat die Teilnehmer vor Beginn des Wettbewerbs sehr gut auf die Schießdisziplin eingestellt", so Brakonier.

Die Einzelrennen wurden mit verkürzter Laufstrecke durchgeführt. Hier setzte sich mit deutlichem Vorsprung Sascha Brakonier vor Stani Laas und Florian Schneider durch. Bei der Siegerehrung streckte Sascha Brakonier den Pokal stolz in die Luft. Bei den Frauen imponierte Siegerin Andrea Prangenberg, die beim Schießen überzeugte. Sie wurde in Anspielung auf die überragende deutsche Biathletin von den Fans kräftig mit "Magdalena, Magdalena" angefeuert. Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von Sascha Rudnick.

(RP)