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Mettmann: Weltkindertag im Herzen der Stadt gefeiert

Mettmann : Weltkindertag im Herzen der Stadt gefeiert

Der Weltkindertag wurde von den Vereinen und Verbänden des Stadtjugendringes und des Sachgebietes Jugendförderung des Jugendamtes organisiert und durchgeführt. Info-Stände und Spielangebote auf der Königshofstraße fanden bei kleinen und großen Besuchern großen Anklang.

Mit Unterstützung vieler weiterer Organisationen, die sich in Mettmann um Kinder, Jugendliche und ihre Familien kümmern, fanden auf der Königshofstraße viele Aktionen und Spiele statt. Zudem wurden die Besucher an den Ständen über den Sinn und Zweck des Weltkindertages, der diesmal unter dem Motto stand "Jedes Kind hat Rechte", informiert.

"Ricki" Quack vom Jugendamt war von der Resonanz der Mettmanner Bevölkerung sehr angetan. "Es hat sich wohl als vorteilhaft erwiesen, dass wir den Standort des Weltkindertages mit seinen vielfältigen Aktionen direkt in die Innenstadt verlegt haben." In den letzten Jahren habe der Weltkindertag im Stadtwald gefunden. Da seien Besucher gezielt hingekommen, um sich zu informieren. "Hier auf der Königshofstraße haben wir dagegen mehr sogenannte Laufkundschaft. Jetzt können wir auch Leute informieren, die sich bisher fast kaum mit dem wichtigen Thema Weltkindertag auseinandergesetzt haben", fügt Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales, Astrid Hinterthür, hinzu.

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Am Stand des Kinderschutzbundes informieren die beiden Vorsitzenden Anke Krick und Ursula Tillmann über die Arbeit dieser wichtigen Organisation. Sie machen deutlich, dass es in Mettmann etwa 880 arme Kinder gibt. "Neben materieller Unterstützung besteht unsere Hilfe vor allem in Sprachkursen und Nachhilfeangeboten", so Ursula Tillmann. "Bildung ist für die Entwicklung von Kindern aus armen und bildungsfernen Schichten die wichtigste Hilfe, die wir anbieten können", ergänzt Vorsitzende Anke Krick. Dies sieht auch Anna Großmann vom Mitveranstalter Stadtjugendring so. Sie macht deutlich, dass armen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden müsse, sich Jugendverbänden anzuschließen. "Ricki" Quack verweist in diesem Zusammenhang auf die Hilfen durch das Bildungs- und Teilhabepaket.

Gleich mit mehreren Aktionsständen beteiligte sich die AOK-Kreis Mettmann am Weltkindertag. Besonders angenommen wurde die hohe Kletterwand für Jugendliche und die große Lego-Baustelle für Kinder. "Für uns ist es wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, sich zu bewegen. Dies hilft ihrer körperlichen und gesundheitlichen Entwicklung enorm", betont Eva Ernst, die die Stände betreut. Sie verweist darauf, dass es für Kinder wichtig sei, gemeinsam mit ihren Eltern etwas zu unternehmen. Spielen und basteln, ins Kindertheater gehen, oder einfach durch Wald und Wiesen toben, nennt sie als Beispiele.

Am Waffelstand von Amnesty International werden die Besucher darüber informiert, wie die Kinder in Krisengebieten leiden, wenn die Eltern aus fadenscheinigen Gründen inhaftiert werden und sich keiner um die Kinder kümmert. Thomas Nussbruch als interessierter Besucher ist von der Organisation des Weltkindertages in Mettmann begeistert. "Das ist einfach klasse, was hier auf die Beine gestellt wurde. Wir müssen alle wissen, dass es ohne Kinder keine Zukunft gibt."

(klm)