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WDR zeigt Dokumentation aus Mettmanner Krankenhaus

Corona-Krise : WDR zeigt Dokumentation aus Mettmanner Krankenhaus

Zehn Tage lang beobachtete ein Journalist den Alltag im Evangelischen Krankenhaus Mettmann, filmte, wie Ärzte und Pflegeteam Corona-Patienten versorgen. Heute Abend, Mittwoch, 8. April, wird der Beitrag ausgestrahlt. So kündigt der Fernsehsender die Reportage an.

Ja, er kann kommen. Allein, mit seiner Kamera, einer Reisetasche mit dem Nötigsten und einem Corona-Test mit dem Ergebnis “negativ“. Zehn Tage lang lebte WDR-Autor Fritz Spengart im Evangelischen Krankenhaus (EVK) Mettmann und war mit der Kamera dabei, als wichtige Entscheidungen getroffen werden, Patienten getröstet, kreative Lösungen gefunden werden mussten - für eine Situation, die es noch nie gab. Zu sehen ist die Reportage morgen (heißt: Mittwoch 8. April).

„Wenn wir irgendwann entscheiden müssen, wer beatmet wird und wer nicht, weil es nicht genug Beatmungsgeräte gibt, das ist schwer,“ gesteht Andreas Brauksiepe. „In die Situation will ich nicht geraten. Das macht mir große Angst.“ Gemeinsam mit einer Task-Force trifft der Chefarzt des evangelischen Krankenhauses in Mettmann jeden Tag neue Entscheidungen und bewertet die Vorbereitungen von gestern.

Begleitet wurden Brauksiepe und mehrere seiner Kollegen zehn Tage lang von WDR-Autor Fritz Spengart, der in dieser Zeit im EVK lebte und mit der Kamera unmittelbar dabei war, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden, Patienten getröstet, kreative Lösungen gefunden werden müssen für eine Situation, die es noch nie gab. Hautnah erlebte er mit, wie sehr es von klugen und opferbereiten Menschen abhängt, ob die Krise gemeistert werden kann.

Und er lernte im EVK-Team Menschen kennen, die in diesen Tagen an ihre Grenzen gehen. Eine von ihnen ist Krankenpflegerin Virginia Bernstein: „Meine Tasche ist gepackt“, sagt sie – bereit, um auf die Isolierstation zu ziehen. Zusammen mit fünf Kolleginnen bereitet sie sich auf den Ernstfall vor. Wenn die Zahl der Corona-Patienten deutlich ansteigt und deren Versorgung nur noch unter persönlichen Opfern des Pflegepersonals möglich ist, wollen sie mit den infizierten Patienten auf der Station wohnen.

Auf der Isolierstation liegt der Corona-Patient Klaus-Dieter Holst und lobt das Personal: „Sie machen einen super Job!“ Dabei ist das EVK Mettmann mit 250 Betten im Vergleich zu anderen Häusern in NRW ein kleines Krankenhaus. Einige Ressourcen sind jetzt schon knapp. Vor allem Gesichtsmasken, und das trifft alle. Im Extremfall ist keine Patientenversorgung möglich, wenn die Mitarbeiter nicht geschützt sind, sagt Geschäftsführer Bernd Huckels. Umso ärgerlicher, wenn bürokratische Entscheidungen den Materialnachschub verhindern. Doch Hygieniker Boris Ulitzka ist erfinderisch. Er war im Baumarkt – und bastelt jetzt 30 Masken aus Plexiglas. „Das dient als Spritzschutz, kann aber eine Atemschutzmaske nicht ersetzen.“

Der Beitrag wird im WDR-Fernsehen heute, Mittwoch, 8. April, von 22.10 bis 23.10 Uhr in der Reihe „Die Story“ gesendet.