1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Wasser soll noch bis Mitte Juni im Hochdahler Stadtweiher bleiben

Hochdahl : Wasser soll noch bis Mitte Juni im Weiher bleiben

Bei einem Ortstermin von Stadt und Behörden wurde festgelegt, dass der Anstauversuch nun doch verlängert wird, um verlässlichere Daten zu gewinnen.

(hup) Die Hochdahler können den von vielen bejubelten Anblick des wieder mit Wasser gefüllten Stadtweihers noch etwas länger genießen. Wie die Stadt mitteilt, wird das planvolle Vollaufen des zuvor entschlammten und komplett trockengelegten Gewässers von zunächst einem Monat auf Mitte Juni dieses Jahres verlängert. Die Entscheidung sei Ergebnis eines Ortstermins von Unterer Wasserbehörde, Unterer Naturschutzbehörde, Bergisch-Rheinischem Wasserverband und Stadtverwaltung.

In den kommenden fünf Monaten werde der Wassereintrag in dem 30.000 Quadratmeter umfassenden Weiher beobachtet, dokumentiert und später dem Sachverständigen für die Erstellung des Zweitgutachtens zur Wasserentwicklung zur Verfügung gestellt. Dieses zweite Gutachten soll bis Jahresende angefertigt werden und Klarheit darüber bringen, ob der Weiher nun, wie es die Stadt plant, verkleinert werden muss, weil der Zulauf mittlerweile zu gering und die Versickerung zu groß ist, um das Becken wieder vollständig mit Wasser zu füllen. Zu diesem Schluss war ein erstes, von der Stadt beauftragtes Gutachten gekommen. Es hatte bei Bürgern und Teilen der  Politik heftige Proteste hervorgerufen.

  • Studierende können ein Semester länger studieren.
    Wegen Corona : Regelstudienzeit für NRW-Studenten um ein Semester verlängert
  • Jahrelang wurde im Kreis Mettmann gegen
    Bundesverwaltungsgericht beendet Instanzenzug : Schneider bedauert Entscheidung zur CO-Pipeline
  • RP-Foto: Markus van Offern
    Fußball-Oberliga : Umut Akpinar verlängert Vertrag beim 1. FC Kleve

„Die gemeinsam getroffene Entscheidung, den Anstauversuch nun deutlich zu verlängern, ist ein erfreuliches Signal, denn die bisherigen vier Wochen bieten keine hinreichende Aussagekraft. Ein längerer Versuchszeitraum, auch mit anderem Wetter, gibt uns mehr Datenmaterial und damit mehr Sicherheit. Und gleichzeitig gewinnt das Naherholungsgebiet trotz der laufenden Arbeiten wieder an Wert“, teilt Bürgermeister Christoph Schultz mit.

Neben wasserrechtlichen Aspekten würden auch Natur- und Tierschutz berücksichtigt. Ein wichtiger Punkt für die Entscheidung und für das weitere Vorgehen sei die wasserbehördlich vorgegebene Grundabgabe an den Sedentaler Bach von einem Liter pro Sekunde, um ein Austrocknen des Baches zu verhindern. Obwohl der Schieber am Ablaufwerk des Stadtweihers vollständig geschlossen und dicht sei, führe eine darunter liegende Leitung aktuell genügend Grund- oder Schichtenwasser an den Bach ab. Sollte dieser Zulauf in den Bach nicht mehr erfolgen, müsse ein Liter pro Sekunde über das Ablaufbauwerk des Weihers an den Bach abgegeben werden.

Im Juni wollen die Behörden das weitere Vorgehen abstimmen. Weitere Informationen rund um die Arbeiten am und um den Stadtweiher sowie zur Bildung der neuen Begleitgruppe soll es laut Stadt  in der kommenden Woche geben.