Übung im Kreis Mettmann Donnerstag heulen die Sirenen in den Städten

Kreis Mettmann · Am 14. September ist bundesweiter Warntag. Auch Mettmann, Erkrath und Wülfrath sind dabei. Was Sie über Apps, Radio, Fernseher, Sirenen und digitale Anzeigetafeln wissen sollten.

 In Mettmann wie in allen kreisangehörigen Städten werden Donnersatg die Warnkonzepte ab 11 Uhr getestet.

In Mettmann wie in allen kreisangehörigen Städten werden Donnersatg die Warnkonzepte ab 11 Uhr getestet.

Foto: dpa/Robert Michael

Alle Zeichen stehen auf Alarm: Am Donnerstag, 14. September, ist der dritte bundesweite Warntag. Der Kreis Mettmann und die kreisangehörigen Städte testen ab 11 Uhr ihre Warnkonzepte.

Es werden Sirenensignale ausgelöst. Außerdem wird das Kreiskonzept zur Warnung über Lautsprecherdurchsagen geübt sowie die Information über Warn-Apps wie „Nina“, „Katwarn“ und „Biwapp“ für Smartphones geprobt. Getestet wird auch Cell Broadcast, sodass dafür vorbereitete Mobiltelefone auch ohne installierte Programme einen Alarm auslösen.

Das betrifft auch Mettmann. „Es werden am Donnerstag alle zehn elektronischen Sirenen im Stadtgebiet angesteuert, zusätzlich auch die vier verbliebenen Motorsirenen vom Typ E57“, informiert Philip Bleckmann aus dem Büro der Bürgermeisterin. Das Warnungsprozedere beschreibt er wie folgt: Zunächst ertönt ein einminütiger Dauerton (Entwarnung). Nach wenigen Minuten ertönt dann ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton, der im Ernstfall auf eine Gefahr für die Bevölkerung hinweist. Wenige Minuten später erfolgt dann ein erneuter, einminütiger Dauerton (Entwarnung). Das soll planmäßig um 11.12 Uhr sein.„Eine Neuerung in diesem Jahr ist, dass die Bürger über den Mängelmelder der Stadt Mettmann, (buergerportal-mettmann.de) direkt melden können, ob eine Sirene beim Warntag defekt war oder eine Fehlfunktion hatte.

In Erkrath sind von den elf geplanten Sirenenstandorten im Stadtgebiet fünf Standorte erbaut worden und nehmen am Probealarm teil. Hierbei handelt es sich um die Sirenenstandorte Wohnhaus Maximilian-Weyhe-Straße 2 (Alt-Erkrath); Feuerwehrgerätehaus Kreuzstraße (Alt-Erkrath); Feuer- und Rettungswache Schimmelbuschstraße(Hochdahl); Wohnhaus Willbecker Straße 77 (Hochdahl) und Wohnhaus Schliemannstraße 44 a (Hochdahl).

In Wülfrath werden sieben der elf Sirenen aufheulen, so Feuerwehrleiter Benjamin Hann auf Nachfrage. Sie befinden sich an den Gerätehäusern der Feuerwehren in Flandersbach und an der Wilhelmstraße, an der Schule am Berg, der Lindenschule, dem Rathaus, der Bergischen Diakonie sowie am Bürgerzentrum Rohendhaus.

Der Warntag dient nicht nur dem regelmäßigen Test der Warnsysteme. Bürger sollen sich mit den Sirenensignalen und deren Bedeutung vertraut machen. „Das Ziel des Warntags ist es, ein dauerhaftes Bewusstsein in der Bevölkerung für das Thema Warnung zu schaffen“, wie Kreissprecherin Katharina Krause informiert.

Im Kreis Mettmann werde das Sirenennetz derzeit modernisiert. Dabei werden Lücken geschlossen, da Sirenensignale nach wie vor als maßgebliche Warnmöglichkeit angesehen werden. Am Warntag werden etwa 70 der neuen Anlagen heulen.

Die Bürger sollen im Ernstfall geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten. Bei akuten Gefahren werden über Radiosender wie WDR 2 und Radio Neandertal Informationen und Verhaltenshinweise gegeben.Weil im Ernstfall auch Lautsprecherwagen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden, wird dieses Einsatzkonzept ebenfalls geübt und zwar in Ratingen Mitte, wo ab 11 Uhr für circa. 30 Minuten ein Probealarm aus Lautsprecherfahrzeugen ausgesendet wird.

(von/am/dne)
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