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Mettmann: Wanderer erkunden neue Entdeckerschleifen

Mettmann : Wanderer erkunden neue Entdeckerschleifen

Vier Stunden war eine 50-köpfige Gruppe mit Bürgermeister Thomas Dinkelmann bei der Eröffnung unterwegs.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen schafften fast alle Wanderer die 12,5 Kilometer lange Rundstrecke, die durchs Stinderbachtal und das Neandertal führte.

Auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus hatte Bürgermeister Dinkelmann auch Landrat Thomas Hendele, der beim Startschuss für die Mettmanner Entdeckerschleifen unbedingt dabei sein wollte, begrüßt. Der Landrat dankte Bürgermeister Dinkelmann dafür, dass sich Mettmann "unheimlich konstruktiv" bei der Zusammenstellung der Wanderstrecken gezeigt habe. Sein Dank galt aber auch dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV), der die Ausschilderung übernommen hatte.

Mit den insgesamt 26 Entdeckerschleifen wird der 240 Kilometer lange Neanderlandsteig um 270 Kilometer Wanderwege erweitert. Wanderer kämen mittlerweile sogar aus Holland und Belgien, um den Kreis Mettmann zu entdecken, erklärte Landrat Hendele. Die gastronomischen Betriebe am Steig verzeichneten 40 Prozent mehr Umsatz seit Eröffnung.

Nachdem die Wanderer 50 grüne und blaue Luftballons mit Grußkarten von den Mettmanner Entdeckerschleifen in den blauen Himmel geschickt hatten, ging es los. Den Kolben hinauf und weiter über den Wanderweg lief sich die Truppe langsam bergan ein. Durch das Wohngebiet Gut Karpendelle und den Neanderpark wurde der Südring in Richtung Stinderbachtal unter Polizeischutz überquert. Als endlich die offenen Feldwege verlassen wurden, und die Buchen mit ihrem lindgrünen Laub im Stinderbachtal Schutz vor der Sonne boten, näherte sich die Wandertruppe dem ersten Ziel Ellersbusch.

Dort empfingen Manuela Jakobs-Woltering und Birgit von Billerbeck von der Wirtschaftsförderung die Wanderer mit frischem Obst, Plätzchen und Wasser. Gut gestärkt und gut gelaunt machten sich die Wanderer dann wieder auf den Weg in Richtung Neandertal. Dort hatte das Museum für die Wandertruppe kleine Pavillons und Biertischgarnituren für eine zweite Rast aufgebaut. Es gab für die Wanderer kalte Getränke, Kaffee und Kuchen. Danach ging es im Schatten der Bäume entlang des Mettmanner Bachs wieder zurück in Richtung Stadt.

"Ein tolles Erlebnis. Und super organisiert. Das war perfekt. So was müsste es öfter geben", sagte ein junges Paar, das aus Wülfrath gekommen war, um bei der Eröffnungswanderung mitzulaufen.

Startpunkt der Entdeckerschleife "Evolutionspfad" ist der restaurierte Mettmanner Bahnhof von 1879, heute Regiobahn-Haltepunkt Mettmann Stadtwald. Von dort aus geht es durch den Stadtwald den Goldberger Teich entland und an der Goldberger Mühle zum Zentrum.

In der historischen Oberstadt, die von der Lambertus-Kirche auf dem Markt überragt wird, gibt es viele historische Gebäude wie die Alte Bürgermeisterei, in der das Stadtgeschichtshaus untergebracht ist, zu entdecken.

Entlang dem Mettmanner Bach geht es am Evolutionspfad in Richtung Neanderthal Museum.

(RP/cz)