Wülfrath: Vorfreude auf neue Aufgabe

Wülfrath: Vorfreude auf neue Aufgabe

Professor Dr. Wolfgang Heinrichs wird Lehrer an Düsseldorfer Gymnasium.Die Freie evangelische Gemeinde Wülfrath verabschiedet ihren Pfarrer am 9. August im Gottesdienst.

Professor Dr. Wolfgang Heinrichs, seit August 1998 Pastor der Freien evangelischen Gemeinde (FeG), wechselt in den Schuldienst. Am Sonntag, 9. August, wird er im Gottesdienst verabschiedet. Ab Schuljahrsbeginn (12. August) unterrichtet er Geschichte und evangelische Religion am Freien christlichen Gymnasium Düsseldorf. Am liebsten würde er sofort anfangen.

Junge Leute fördern

"Ich freue mich auf meine neue Tätigkeit. Es ist mir eine Freude, andere Leute zur Blüte zu bringen, junge Leute in wichtigem neuen Lebensabschnitt, insbesondere im christlichen Verständnis, zu fördern", sagt er im RP-Gespräch. Es gehe nicht nur darum, viel zu wissen, sondern Persönlichkeit zu entwickeln. Geschichte bestehe beispielsweise nicht nur aus Daten, Fakten, abfragbarem Prüfungswissen. Man erfahre etwas über Menschen, Zusammenhänge, über sich selbst, lerne sich und seinen eigenen Standpunkt erkennen. "Wenn man wissen will, wohin man möchte, muss man wissen, woher man kommt."

Dass er Lehrer werden wolle, gab er vor dem Abi bereits als Berufswunsch an. Als promovierter Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter überlegte er später, an der Uni zu bleiben. Inzwischen der Freien evangelischen Gemeinde beigetreten, entschied er sich für einen anderen Weg. Er absolvierte das theologische Seminar der Freien evangelischen Gemeinden in Ewersbach und wurde Pastor. "Ich sah das als Berufung. Wenn sich Türen öffnen, gehe ich durch", sagt Dr. Heinrichs. Darüber hinaus habilitierte er sich.

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Auf 140 Mitglieder angewachsen

Nach Pastoren-Tätigkeit in Calden wurde er an die FeG, Wülfrath, die seither auf 140 Mitglieder angewachsen ist, berufen. Seinen Schwerpunkt sah er im Aufbau von Mitarbeitern, deren selbstständiges Arbeiten er förderte, in ihrer Mitgestaltung der Gottesdienste, im Ausbau von Hausbibelkreisen.

Der Entwicklung der Zeit folgend, gab er der Musik im Gottesdienst einen besonderen Stellenwert. "Zeitweise habe ich dafür in der Gemeinde Gitarrenunterricht gegeben", räumt der begeisterte Akustikgitarren-Spieler, der in seiner Jugend E-Gitarrist in einer Solinger Band war, lächelnd ein. "Die Gemeinde braucht mal wieder einen neuen Pastor und ich suchte eine neue Aufgabe", sagt Heinrichs zu seinem beruflichen Wechsel.

Als Mitglied der FeG wird er indes weiter Aufgaben übernehmen, beispielsweise beim "Fest der Kirchen", das er vor Jahren mit Pfarrer Ingolf Kriegsmann initiierte. Als Pastor im Bund Freier evangelischer Gemeinden nimmt er nun ehrenamtlich übergemeindliche Dienste wahr. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit an der staatlich anerkannten privaten Ersatzschule lehrt er, wie gehabt, als apl. (außerplanmäßig) Professor an der Bergischen Uni Wuppertal Neuere Geschichte.

(RP)
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