Kommentar: Verwehrte Chance

Kommentar : Verwehrte Chance

Für Johannes und seine Familie ist Inklusion nur eine leere Worthülse. Dem körperbehinderten Jungen wird eine Bildungschance vorenthalten. Und warum?

Weil ein Paragraph verfügt, dass ein 13-Jähriger nichts in einer dritten Grundschulklasse zu suchen hat. Das mag in der Regel so sein. Aber muss man nicht gerade bei der Inklusion im Einzelfall entscheiden, weil es so viele unterschiedliche Behinderungen gibt?

Wo bleibt im Fall von Johannes die Chancengleichheit, wenn man ein behindertes Kind zwar in die Regelschule übernimmt, aber das Scheitern programmiert ist? Jetzt zeigt sich, was schöne Worte in der Praxis wert sind. I.Klaas

(RP)