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Erkrath: Verlockungen der Tafelrunde

Erkrath : Verlockungen der Tafelrunde

Vier Köche der Region laden zum Schmausen ein: Ingo Hopmann, Olaf Schweden, Ralf Gethmann und Michael Wolff. Metzger Manfred Valbert steuert das Fleisch bei. 15 Gourmet-Gänge werden im Lokschuppen serviert.

Ein bisschen wird es zugehen wie bei "Lanz kocht", wenn vier Köche aus dem Kreis am Sonntag, 20. Mai, zur Tafelrunde in den Lokschuppen bitten. "Wir kochen vor den Gästen, probieren mal gegenseitig, was das so auf die Teller kommt, und kritisieren uns bei Bedarf auch", sagt Michael Wolff vom Pungshaus in Hilden. Fest steht jedoch, dass es für die Küchenchefs ein Vergnügen ist, wenn sie ihre 15 kleinen Gourmet-Gänge mit Produkten aus dem Neanderland für ihre Gäste zaubern.

Leckere Kunstwerke

Die Kreationen lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen: Da gibt es Tafelspitz vom Auerochsen aus dem Neandertal. "Das Fleisch schmeckt sehr aromatisch und kräftig", sagt der Organisator der Tafelrunde, Ingo Hopmann vom Erkrather Lokal Olive. Es locken außerdem Ralf Gethmann vom Raphael's in Monheim und Olaf Schweden vom Restaurant Am Zault in Düsseldorf/Erkrath mit wohlschmeckenden "Kunstwerken" wie Maibock (Reh) mit weißen Rübchen und Haselnuss-Pürree, Champagner-Törtchen mit Erdbeer-Ragout, Schwein im Brioche-Teigmantel, Wackelpeter von der Maibowle mit Zabaione und und und. "Wir kochen hauptsächlich mit regionalen Produkten", sagt Hopmann und verweist vor allem auf den Gruitener Metzger Rauschmann-Valbert, auf Bio-Käse aus dem Windrather Tal und Spargel aus Velbert-Neviges. Das 15-gängige Mittagessen "mit kleinen Portionen" kostet 75 Euro pro Person, ist aber für Kinder bis zwölf Jahre kostenlos. "Unser Angebot ist absolut cliquen- und familientauglich", sagt Hopmann. Für jeden Gang hat man eineinhalb Stunden Zeit. Start ist um 12 Uhr. "Wir wollen im Kreis ein Gegenstück zu den vielen Angeboten in Köln und Düsseldorf machen, damit die Menschen nicht in die Großstädte abwandern, wenn sie was erleben wollen", sagt Hopmann. "Und wir wollen das Neandertal und seine Produkte bekannter machen."

230 Anmeldungen liegen bereits vor. Der Lokschuppen kann noch einige Esser mehr verkraften. Im nächsten Jahr plant Hopmann über Pfingsten ein ganzes Wochenende mit Hotels im Neanderland zusammen, um Touristen auf die Region neugierig zu machen. Die Tafelrunde im Lokschuppen soll dann ein Höhepunkt unter vielen sein.

(RP/rl)